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KFC Uerdingen: Jetzt wird um neue Verträge gespielt

3. Liga : Jetzt wird um neue Verträge gespielt

KFC-Trainer Krämer sagt vor dem Duell mit Würzburg: „Das ist die aktuell beste Mannschaft der Liga.“

Der Spielplan kennt kein Erbarmen. Fast an jedem Spieltag wandern weitere Spieler des KFC Uerdingen ins Lazarett. Der neueste Patient: Innenverteidiger Dominic Maroh, der sich beim 0:4 gegen den 1. FC Kaiserslautern eine Muskelverletzung zugezogen hat und am Montag noch eine Untersuchung über sich ergehen ließ: „Ich habe nicht viel Hoffnung, dass er für uns in dieser Saison noch einmal spielen kann“, sagt Trainer Stefan Krämer, der mit der Überbringung von Verletztenmeldungen in den vergangenen Wochen seit dem Wiederbeginn viel Erfahrung hat.

Der KFC liegt im Niemandsland der Tabelle. „Ich bin froh, dass unser Puffer nach unten groß genug ist“, sagt Krämer. Ziel sei es nun, die Meisterschaft ordentlich zu beenden und nicht noch weitere Schwerverletzte zu riskieren.

13 Verträge laufen aus, darunter auch der des Torhüters René Vollath, der in den zurückliegenden Partien schon Werbung in eigener Sache machen konnte. So etwas wünscht sich Krämer auch von der übrigen spielenden Belegschaft. „Ich glaube nicht, dass es irgendwelche Motivationsprobleme geben sollte.“

Die Form

Gefällig kombiniert, dann aber ausgekontert worden. Das 0:4 auf dem Betzenberg in Kaiserslautern deckte Schwäche im Umschaltverhalten auf, das Trainer Stefan Krämer so gegen Würzburg nicht mehr sehen will. Das Unvermögen im Abschluss ist hinlänglich bekannt.

Das Personal

Innenverteidiger Dominic Maroh wird wohl am Dienstag gegen Würzburg fehlen. Kevin Großkreutz fehlt weiter mit Schmerzen am Sprunggelenk. Torwart Lukas Königshofer hat Trainingsrückstand. Adriano Grimaldi (Adduktoren), Jan Kirchhoff, Osayamen Osawe und Tom Boere (alle Muskelfaseriss) sind bis zum Saisonende am 4.Juli zum Zuschauen verdammt. Rijad Kobiljar pausiert mit einer Sehnenverletzung im Oberschenkel.

Im Fokus

„Würzburg ist aktuell die beste Mannschaft der Liga“, sagt Krämer. Im Torabschluss müsse man „konsequenter sein“, die Anzahl der Schüsse erhöhen, um Punkte zu holen.

Würzburger Kickers

Die Würzburger Kickers sind einer der großen Gewinner in der Rückserie und auch seit dem Wiederbeginn der Meisterschaft der 3. Liga. Sieben Siege holte die Mannschaft von Trainer Michael Schiele aus den vergangenen zehn Partien. Nur ein Spiel ging gegen Magdeburg (0:1) verloren. Angefangen hatte es für die Unterfranken im vergangenen Spätsommer mit Abstiegskampf. Jetzt klopft die Mannschaft an die Tür zur 2. Liga. Nur einen Punkt liegt Uerdingens nächster Gegner hinter dem Tabellenzweiten Eintracht Braunschweig. Die Würzburger sind nun auch die Gejagten. Die Fans fordern die Vertragsverlängerung von Trainer Schiele, doch die Klubführung schweigt – darunter auch Felix Magath, der Berater des Hauptsponsors Flyeralarm. Über seine Rolle wird gerätselt. Was seine Mannschaft gerade so stark macht? „Wir sind ein top Team. Das sagen alle wahrscheinlich, aber es ist einfach so“, sagte Schiele. Als Arroganz kam das bei  sachlichen und zurückhaltenden Trainer nicht rüber.

Die Form

Gegen dezimierte Chemnitzer ließen die Würzburger am Freitagabend keine Zweifel, gewannen 3:0. Eine frühe Führung, später in Überzahl dann mit einem Doppelschlag auf der Siegerstraße. Das alles ohne den gesperrten Topscorer Fabio Kaufmann.

Das Personal

Kaufmann wird aber gegen den KFC wieder zurück sein. Schiele wird nur auf Jonas David (muskuläre Probleme) verzichten müssen.

Im Fokus

Kapitän Sebastian Schuppan weiß, wie Aufstiege gehen. 2009 mit Paderborn, 2011 mit Dresden und 2015 mit Bielefeld schaffte er jeweils den Gang in Liga zwei. „Ich weiß aber auch, dass es ein langer Kampf ist“, sagt der 33-Jährige.