KFC Uerdingen gegen Rostock: Polizei erwartet 300 Problemfans

KFC Uerdingen: Polizei erwartet zum KFC-Spiel gegen Rostock 300 Problemfans

Das KFC-Spiel gegen Hansa Rostock wird als Hochrisikospiel eingestuft. Die Polizei erwartet viele gewaltbereite Fans. Und die Beamten üben Kritik am Verein aus Uerdingen

Die Informationspolitik des KFC Uerdingen vor dem Drittligaspiel gegen Hansa Rostock hat für Unmut und Verwirrung bei der Duisburger Polizei gesorgt. Die Aussage, dass der Duisburger Hauptbahnhof aufgrund der Anreise der Anhänger aus Rostock am Samstag voraussichtlich für mehrere Stunden gesperrt werden könnte, löst bei Ramon Van der Maat Kopfschütteln aus. „Die Aussage stimmt einfach nicht und wir haben den Verein gebeten, ein dazu verfasstes Statement in den Sozialen Netzwerken wieder rauszunehmen“, sagt der Duisburger Polizeisprecher. Richtig sei jedoch, dass das Gleis, auf dem die Gästefans ankommen, kurzzeitig – für rund zehn Minuten – gesperrt werden könnte, um die Rostocker in Begleitung der Bundespolizei zu den S-Bahnen Richtung Stadion zu bringen.

Generell sei der Hinweis, dass die Fans mit Verzögerungen am Bahnhof zu rechnen hätten, weil Gäste- und Heimfans vermutlich gleichzeitig in Duisburg ankommen könnten, richtig. „Wir empfehlen daher eine frühe Anreise mit dem Öffentlichen Personennahverkehr und begrüßen die Tatsache, dass das Parken mit dem Auto an diesem Tag kostenlos sein wird“, so Van der Maat.

Randale durch Anhänger von Hansa Rostock in 2015 und 2016

Das Spiel zwischen dem KFC und Hansa Rostock sei ein Hochrisikospiel, das ansonsten aber keine weiteren Besonderheiten aufweise. „Hansa Rostock ist der erste Gastverein im Rahmen der Spiele des KFC in Duisburg, dessen Fans in der Vergangenheit auch bereits mehrfach durch Gewalt und den Einsatz von Pyrotechnik in Erscheinung getreten sind“, berichtet der Polizeisprecher. Die Einsatzkräfte rechnen mit rund 300 gewaltbereiten Anhängern von Hansa Rostock, die ihren Verein am Samstag nach Duisburg begleiten würden. „Solche Szenarien haben wir bei Spielen des MSV Duisburg regelmäßig.“

Doch ausgerechnet die Anhänger aus Rostock hatten in den Jahren 2015 und 2016 in Duisburg für mehrere Polizeieinsätze gesorgt. Dabei sollen randalierende Fußballfans vor drei Jahren mehrere Polizeiwagen beschädigt haben. Zudem kam es zu Auseinandersetzungen mit der Duisburger Fanszene. Vor zwei Jahren gab es dann Polizeieinsätze am S-Bahnhof Duisburg-Schlenk und am Hauptbahnhof, wo Polizei und gewaltbereite Fans aneinandergeraten waren. Der Hauptbahnhof war damals nach dem Spiel aufgrund der Vorfälle für rund eine halbe Stunde gesperrt worden.

Verein und Sicherheitsfirma
legen Ärger bei

Im Stadion wird das Unternehmen Pape & Grunau Security für Ordnung und Sicherheit sorgen. Zwischen dem KFC Uerdingen und dem Sicherheitsdienst hatte es zuletzt Unstimmigkeiten gegeben. Nach Angaben von Siegbert Grunau, Gesellschafter bei Pape & Grunau Security, seien die Angelegenheiten aber „aus der Welt geschafft worden“. Die Sicherheitsleute hatten sich deshalb auch bereit erklärt, das Spiel gegen Hansa Rostock noch zu überwachen. „Danach müssen wir uns mit dem Verein noch mal an einen Tisch setzen“, so Grunau.

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