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KFC Uerdingen: Führung und Spieler wollen Streit um Kurzarbeit beilegen

Gehaltsverzicht : KFC Uerdingen: Offenbar Einigung im Streit um Kurzarbeit

Klubführung und Profikicker des KFC Uerdingen haben sich offenbar entscheidend angenähert im Streit um die Kurzarbeit. Noch am Wochenende sah die Situation anders aus.

Zwischen der Mannschaft des KFC Uerdingen und der Führungsetage des Fußball-Drittligisten bahnt sich  eine Einigung im Streit um die Kurzarbeit an. Wie der Klub am Dienstagnachmittag auf seiner Homepage schrieb, habe man sich auf der Suche nach einer Lösung, die wirtschaftlichen Folgen für den Verein abzumildern, die durch die Spielpause im Profifußball entstehen, entscheidend angenähert.

Noch am Wochenende hatte Geschäftsführer Frank Strüver nach einer Medienanfrage zur aktuellen Lage erklärt, er sei verwundert darüber, „dass bei den Spielern der Solidaritätsgedanke noch nicht so ausgeprägt zu sein scheint, wie es europaweit in der Gesellschaft aktuell der Fall ist.“ Harte Worte waren das in Richtung des kickenden Personals. Es klang, als wollten die Spieler nicht auf ihren Lohn verzichten, so wie es aus Sicht des Vereins angemessen wäre.

Wie die Bild-Zeitung berichtete, waren die Spieler mit dieser Darstellung nicht einverstanden und wollten sich gemeinsam positionieren. Am Dienstag sagte Strüver: „Ich wollte damit lediglich in Relation setzen, welche Opfer vielen Teilen der Bevölkerung aktuell abverlangt werden. Ich bedaure, wenn meine Aussagen teilweise falsch rüberkamen.“ Weiter meinte der GmbH-Geschäftsführer: „Wir standen über Jan Kirchhoff zu jedem Zeitpunkt im Austausch mit der Mannschaft, sie war auch grundsätzlich bereit, den Verein in Form eines Verzichts zu unterstützen. Mittlerweile sind wir einer von beiden Seiten annehmbaren Lösung nahe.“

Kapitän Jan Kirchhoff lässt sich auf der KFC-Seite zitieren: „Wir als Spieler waren immer bereit, unseren solidarischen Beitrag in dieser Krise zu leisten, haben unsere grundsätzliche Bereitschaft auf Gehaltsverzicht signalisiert und Angebote für den Verein ausgearbeitet.“ Der 29-Jährige erklärt weiter: „Dabei waren wir auch zu Anpassungen und Gesprächen bereit. Über die Darstellung in der Presse waren wir verwundert und enttäuscht, da sie unserer Wahrnehmung widersprach.“ Frank Strüver: „Wir sind zuversichtlich, dass wir nun auch mit den Spielern eine faire, solidarische Lösung gefunden haben, mit der wir die durch die Corona-Krise erlittenen finanziellen Einbußen abfedern können.“