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KFC Uerdingen fällt auf Abstiegsplatz zurück

3. Liga : KFC fällt auf Abstiegsplatz zurück

Lage im Tabellenkeller hat sich nach dem 1:3 gegen 1860 München etwas verschlechtert. Trübsal aber gibt es keine im Team.

Der Abstiegskampf geht in seine entscheidende Phase. Und der Fußball-Drittligist KFC Uerdingen steckt mittendrin. Gegen den Tabellenvierten 1860 München setzte es eine 1:3-Niederlage. Da die Konkurrenz dafür punktete, rutschten die Krefelder auf Abstiegsrang 17 zurück. „Es wird ein enges Rennen bis zum Schluss“, schaute KFC-Trainer Stefan Krämer voraus. Die Ausgangslage hat es etwas verschlechtert: „Es bringt alles nichts. Wir nehmen es an.“ Auch Kapitän Assani Lukimya ließ sich nicht unterkriegen: „Wir können trotzdem stolz sein. Wir haben alles probiert, die Mentalität passt.“

Der Mann des Spiels

Wie wertvoll ein treffsicherer Mittelstürmer für seine Mannschaft sein kann, haben die Uerdinger in den Vorwochen in den eigenen Reihen erlebt. In Abwesenheit von Adriano Grimaldi und Muhammed Kiprit glänzte nun der Gegner: Sascha Mölders lag beinahe quer in der Luft, als er nach 38 Minuten für die Vorentscheidung sorgte. Ein sehenswerter Treffer des 36-Jährigen. Tallig hatte ihm mit einem verunglückten Schuss vorgelegt. Mölders war es egal – 3:0. Zuvor hatte er schon das 2:0 mit dem Kopf erzielt.

Die Szene des Spiels

Wieder ein schneller Rückstand für die Uerdinger. Nach nur drei Minuten hieß es 1:0 für die „Löwen“. Semi Belkahia lief dem anfliegenden Eckball entgegen, köpfte unhaltbar ein. Sein Bewacher Christian Dorda kam einen Schritt zu spät. Ein Gegentor, das den souveränen und selbstbewussten Münchnern in die Karten spielte.

Der Aufreger des Spiels

Immer noch kein Sieg im Ausweich-Heimstadion von Lotte. Auch der sechste Versuch schlug fehl, in der von Krefeld fast 200 Kilometer entfernten Arena drei Punkte zu holen. Die Hoffnung im Abstiegskampf liegt auf den Auswärtspartien, wie am Freitagabend beim Halleschen FC.

Die Chronik des Spiels

Trainer Stefan Krämer musste kurzfristig ausgerechnet auf seine beiden Stürmer verzichten, die in den vergangenen Wochen mit ihren Toren maßgeblich am Aufschwung mitgewirkt hatten. Muhammed Kiprit setzte mit einer Knieverletzung aus (MRT wird Dienstag erwartet), Adriano Grimaldi musste als Covid-19-Kontaktperson in Quarantäne gehen. Kolja Pusch nahm die Position an vorderster Front ein. Kapitän Assani Lukimya kehrte in die Innenverteidigung zurück. Der genesene Abwehrmann Edvinas Girdvainis nahm auf der Bank Platz. „Unglücklich, dass beide Stürmer gleichzeitig ausfallen“, sagte Krämer vor dem Anpfiff. Seine Offensiven Pusch, Mike Feigenspan, Peter Van Ooijen und Christian Kinsombi sollten sich mit Positionswechseln behelfen, um für Überraschungsmomente zu sorgen. Ein besonderer Gast verfolgte das Spiel von der Tribüne aus. Der frühere Bundesliga-Torjäger Ailton, der in 2010 auch für den KFC am Ball war, gab sich vor den Kameras bestens gelaunt. Hinter seiner Sonnenbrille und im kanariengelben Pulli winkte er den Zuschauern zu. Wie schon gegen Zwickau wurden die Krefelder in den Anfangsminuten kalt erwischt. Münchens Innenverteidiger Semi Belkahia köpfte nach einer Ecke ein (3.). Der KFC nahm danach das Spiel an sich, drängte die Gäste in die eigene Hälfte. Die Münchner aber erwiesen sich als effizient. Vorstoß über Erik Tallig, Flanke und Mölders vollendete per Kopf am langen Pfosten. Nur drei Minuten später erhöhte Mölders schon auf 3:0. Wieder war die Uerdinger Deckung nicht auf der Höhe. Der hohe Rückstand war diesmal jedoch kein Ausdruck großer Unterlegenheit. 1860 München aber spielte es am Samstag einfach sehr effizient im Angriff zuende.

„Der KFC hat keine Aggressivität und Motivation für das Spiel“, fällte Ailton zur Halbzeit ein hartes Urteil. Kurz nach Wiederanpfiff kamen die Uerdinger ins Spiel zurück, Gustav Marcussen traf aus der Drehung zum 1:3. Krämer hatte zur Pause in Haktab Traoré und Fridolin Wagner zwei frische Männer für das Mittelfeld gebracht. Der KFC folglich mit Elan. Lukimyas Kopfball ging knapp vorbei. Traoré fehlte später nicht viel. Uerdingen gab sich nicht geschlagen, kam aber im Angriff nicht entscheidend durch. Lukima löste sich nun aus der Abwehr und diente als Anspielstation im Sturm. Doch aller Aufwand brachte nichts mehr ein.