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KFC Uerdingen: Der Maulkorb nach der Trennung

KFC Uerdingen: Der Maulkorb nach der Trennung

Den Spielern des KFC Uerdingen hat es die Sprache verschlagen — das große Schweigen, allein Charles Takyi redet.

Krefeld. Pawlak war gestern, was kommt heute, oder morgen? Die Entscheidung des Vorstands des KFC Uerdingen, den populären Aufstiegstrainer André Pawlak seiner Aufgaben beim Regionalligisten zu entbinden, hat hohe Wellen geschlagen. Treibende Kraft ist Vorsitzender Mikhail Ponomarev. Der Russe strebt hohe Ziel an, in zwei Jahren, so sieht es sein Masterplan mit dem Club vor, gehört der KFC zu den besten 54 Clubs in Deutschland — die 3. Liga ist das erklärte Ziel. Dass trotz des Aufstiegs nicht immer eitel Sonnenschein zwischen Ponomarev und Trainer Pawlak das Binnenverhältnis bestimmte, war zuletzt zu spüren. Wie hurtig die Trennung am Dienstag bekanntgegeben wurde, zeigt aber auch, dass die Mitglieder des Verwaltungsrates bei der Meisterehrung im Rathaus nicht über die Trennung unterrichtet waren. Alleine Verwaltungsrat-Chef Andreas Galland war von Ponomarev vorab telefonisch informiert worden.

Der Tag nach der Trennung — Nachfrage bei den Spielern. Wie haben Sie die Nachricht aufgenommen? Kam es für sie überraschend? Charles Takyi, Ex-Profi und einer der Routiniers im aktuellen Kader, sagt: „Ich kann nicht für alle sprechen, aber für mich ist es etwas überraschend. Ich finde es schade, wir haben ein Jahr erfolgreich gearbeitet. Aber wir als Mannschaft haben mit der Sache nichts zu tun und müssen es akzeptieren. Wir wissen ja auch nicht, wie die Dinge zwischen Trainer und Vorstand gelaufen sind. Wir müssen als Team auf dem Platz das abliefern, was von uns erwartet wird. Wir sollten uns mal zusammensetzen, wenn alle Spieler wieder da sind.“

Denn in der trainingsfreien Zeit weilen einige Spieler im Urlaub. Beim Empfang im Rathaus war Takyi einziger Spieler des Kaders, der anwesend war. Manche Spieler sind jedoch auch telefonisch nicht erreichbar. Andere, wie Stürmer Danny Rankl, sagen: „Ich möchte mich nicht äußern.“ Und Kapitän Timo Achenbach, der als Wortführer innerhalb der Mannschaft oft auch nach außen Rede und Antwort steht, schweigt diesmal, schreibt als Antwort: „Bitte sprechen Sie mit den Verantwortlichen.“