KFC Uerdingen: Beister fehlt gegen Wehen Wiesbaden und Wuppertal

Fußball : Beisters Ausfall ist Chance für die Nachrücker

Der beste Offensivspieler des KFC fehlt gegen Wehen Wiesbaden und Wuppertal.

Die gute Nachricht zuerst: Der kleine Eingriff am Außenmeniskus ist bei Maximilian Beister erfolgreich verlaufen, wie Trainer Heiko Vogel am Donnerstag mitteilte. Der mit elf Treffern beste Offensivmann des KFC Uerdingen wird dennoch für das letzte Meisterschaftsspiel am Samstag gegen den SV Wehen Wiesbaden fehlen und auch zuschauen müssen, wenn seine Mannschaft eine Woche später im Pokalfinale gegen den Regionalligisten Wuppertaler SV antritt.

Die Sache mit dem Toreschießen ist nicht die Kernkompetenz der Krefelder gewesen in dieser Saison. Umso mehr sind nun andere gefragt, diese Stelle auszufüllen. Beister hat seine individuelle Qualität in einigen wichtigen Momenten in die Waagschale geworfen, nachdem er zwei Drittel der Hinrunde in einer Formkrise gesteckt hatte.

Tempodribblings sorgen
für Alarm beim Gegner

Seit der 28-Jährige auf seiner rechten Außenbahn walten durfte, hatte er auch wieder mehr Einfluss auf das Spielgeschehen. Mit seinem Ausfall geht den Uerdingern auch ein Stück Torgefahr verloren. Wenn Beister zum Tempodribbling von außen in die Mitte zog, hieß es für die gegnerischen Abwehrreihen oft höchste Alarmhaltung. Auch in der schwierigen Phase der Rückrunde gehörte Beister augenscheinlich zu den besseren im KFC-Dress.

„Max ist wichtig. Wir haben aber auch andere Spieler, haben viel Qualität im Kader. Diese müssen jetzt zeigen, dass auch sie eine Option für die Startelf sind“, sagt Osayamen Osawe. Die restlichen zwei Spiele in dieser Saison seien „wichtig, um mit einem positiven Gefühl in die neue Saison zu gehen“, so der Nigerianer. Dann will er mit der Mannschaft den nächsten Anlauf Richtung 2. Liga nehmen.

Trainer Vogel will
den Ausfall nicht kleinreden

Ein guter Abschluss der Saison sei bedeutsam. Mittelfeldspieler Manuel Konrad sagt zum Ausfall Beisters: „Auch gegen Rostock hat er schon gefehlt. Für die Anderen ist es nun eine Chance. Wir müssen es als Team auffangen.“

Patrick Pflücke, Johannes Dörfler oder Osayamen Osawe – für Trainer Heiko Vogel sind dies Alternativen, wie auch Maurice Litka, der sich im Training anbieten konnte. Vogel will den Ausfall nicht kleinreden: „Es fehlt unser Toptorjäger. Er ist nicht 1:1 ersetzbar, aber die Dinge sind jetzt eben wie sie sind. Es ist die Chancen für Andere, die Lücke zu schließen.“

Noch sei die Tür offen, sich auch für Aufgaben nach der Sommerpause zu empfehlen. Und das würden seine Spieler auch verstehen. Durchhänger im Training hat der KFC-Trainer nicht ausgemacht: „Das Team zieht mit. Ein großes Kompliment.“

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