KFC Uerdingen: KFC Uerdingen: Aufstiegshelden starten durch

KFC Uerdingen : KFC Uerdingen: Aufstiegshelden starten durch

50 KFC-Fans sehen den Aufgalopp an der Grotenburg. Ein Neuzugang verletzt sich vor dem Start.

Es ist 11.20 Uhr, als am Montagmittag die Mannschaft aus der Sommerpause kommt, für das erste Mal nach vier Wochen wieder den Trainingsplatz in der Grotenburg betritt. Erholt sehen die Aufstiegshelden aus, so mancher hat sich die Haare geschoren. Etwas Neues beginnt. Eine neue Zeit ist angebrochen. Dritte Liga. Profifußball nun auch offiziell.

Foto: LS

Etwa 50 Fans haben Platz genommen im Stadion, das sie in den kommenden zwölf Monaten nur als Trainingsstätte oder Baustelle sehen werden. Seine Heimspiele austragen muss der KFC Uerdingen bekanntlich im Stadion des MSV Duisburg auf der anderen Rheinseite. Sie klatschen, sie heißen ihre Mannschaft willkommen im neuen Fußballjahr. Den Königstransfer Stefan Aigner gibt es am Montag noch nicht zu sehen. Der 30-Jährige hat noch ein paar Tage Urlaub erhalten, nachdem er seinen Vertrag in der nordamerikanischen Profiliga MLS erst am 8. Juni aufgelöst hatte. Ende der Woche wird er im Training erwartet. Für Mittwoch hat Trainer Stefan Krämer einen Leistungstest in St. Tönis angesetzt. Jeden Tag stehen jetzt zwei Einheiten an.

19 Feldspieler sind es im ersten Training, dazu kommen drei Torhüter. Doch es gibt im Vorfeld schon angeschlagene Spieler und gar Verletzte. Linksverteidiger Christian Dorda hat leichte Rückenprobleme, joggt nur um den Platz. Innenverteidiger Christopher Schorch hat sich eine Wunde am Fuß zugezogen, setzt noch ein paar Tage aus. Schlimmer hat es aber Maurice Litka erwischt. Der neue Mann für die linke Außenbahn verletzte sich dem Vernehmen nach bei einem Badeunfall, musste am Montag an der Schulter operiert werden. Krämer geht davon aus, der die Leihgabe aus St. Pauli „mehrere Wochen bis Monate“ ausfallen wird.

Es gibt am Montag viele Übungen mit dem Ball, Sprints, Spielformen. Krämer: „Die Spieler haben ihre Hausaufgaben in der Pause übererfüllt. Wir steigen mit Vollgas ein. Ich bin kein Trainer, der die Spieler viel laufen lässt. Wir arbeiten viel auf dem Platz, machen Läufe im Intervallbereich.“ Patrick Ellguth, der nebenbei arbeitet und dessen Vertrag Ende Juni ausläuft und noch nicht verlängert wurde, fehlt ebenfalls im Training. Ein Zeichen, das offenbar auf Trennung deutet. Der anwesende Geschäftsführer Nikolas Weinhart hielt sich am Montag zu dieser Personalie noch bedeckt. Zum neuen Kader sagt Weinhart: „Die Mannschaft kann sich sehen lassen. Wir haben großes Vertrauen ins Team.“ Eventuell könnte noch ein Mann dazukommen: „Wir haben auch die U23-Regel im Blick“, so der GmbH-Geschäftsführer. In Litka, Robin Benz, Tim Schneider, Johannes Dörfler, Jan Holldack und Joshua Endres hat der KFC derzeit sechs Spieler im Kader, die diese Bedingung erfüllen.

Über die Zusammenstellung der neuen Mannschaft sagt Weinhart: „Wir nehmen uns für die Verpflichtungen viel Zeit. Wir haben charakterlich gute Jungs, die mit uns durchs Feuer gehen werden. Man möchte ja immer voranschreiten. Wir punkten auch damit, dass wir auf eine intakte Kameradschaft im Team verweisen können, leisten viel Überzeugungsarbeit, zeigen den Spielern, dass wir sie gerne haben möchten.“ Fünf der sieben Neuen bekamen die Fans schon zu sehen. Neben Dennis Daube waren dies Manuel Konrad, Ali Ibrahimaj, Khalil Mohammad und Robert Müller.

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