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KFC Uerdingen: KFC-Trainer Großkopf: "Einige Spieler zeigen nicht genug Herz"

KFC Uerdingen : KFC-Trainer Großkopf: "Einige Spieler zeigen nicht genug Herz"

Das 0:3 des KFC Uerdingen bei Germania Ratingen veranlasst den Trainer zu einer Generalkritik an Einstellung und Charakter.

Krefeld. Die Stimmung auf der Busfahrt nach Krefeld dürfte gedrückt gewesen sein. Zumindest bei denjenigen Akteuren des KFC Uerdingen, denen die 0:3-Niederlage bei Germania Ratingen nahe gegangen war.

Trainer Jörn Großkopf, der sich weiter für das Amt für die kommenden Saison bewirbt, ging die Niederlage nahe. Aus seiner Unzufriedenheit machte er keinen Hehl. Er fand klare Worte, die in eine Generalkritik mündeten: „Das Fazit fällt verheerend aus. Man nimmt sich viel vor für dieses Spiel, alles, um es erfolgreich zu bestreiten. Aber dann gibt es einige Spieler, die nicht genug Herz zeigen.“

Einmal in Fahrt, legte er nach: „Man muss das Gefühl haben, dass jeder alles tut, um das Spiel zu gewinnen. Aber das war eine Frechheit gegenüber denjenigen, die Eintritt bezahlen.“

Zwar hatte der KFC in Ratingen mehr Ballkontrolle, zwingende Torraumszenen ergaben sich nicht. Kris Thackray begann als Außenverteidiger, ging später ins Mittelfeld. Patrick Ellguth spielte als Verteidiger, Takehiro Kubo begann in der Offensive zusammen mit Danny Rankl.

Die Tore aber erzielten die Gastgeber: Carlos Penan per Doppelschlag vor der Halbzeit. Erst ein Ballverlust im Mittelfeld, konsequentes Rückerobern blieb aus. Das Verteidigen vor dem 0:2 nannte Großkopf „katastrophal“. Der Trainer sagte: „Danach hat es keinen unbedingten Willen mehr gegeben, das Spiel zu drehen. Das ist für die Ansprüche, die der eine oder andere hier hat, zu wenig.“

Immerhin hat Großkopf genügend Erkenntnisse gesammelt, um in den nächsten Tagen dem Vorstand seine Vorstellungen für eine Mannschaft für die Aufgabe Aufstieg zu schildern. Er sagt: „Ich habe klare Vorstellungen, was hier besser werden muss.“

In den nächsten Tagen werden Spieler im Training vorspielen — auch Mittelfeldspieler Stefan Winkel vom Hamburger Landesligisten SC Poppenbüttel, den Großkopf aus seiner Hamburger Zeit kennt.