KFC stolpert über Kapellen

Die Uerdinger können die Niederlage von Verfolger Turu nicht nutzen und verlieren mit 1:3.

Krefeld. Die Chance, sich abzusetzen an der Tabellenspitze der Fußball-Niederrheinliga, war riesig. Einzig: Der KFC hat sie nicht genutzt. Die Uerdinger verloren am Mittwochabend verdient mit 1:3 gegen den SC Kapellen-Erft.

Die Anfangsphase gehörte den Uerdingern, die die Gäste in ihre Hälfte drängten. Doch zwingende Torchancen ergaben sich daraus nicht. Kapellen wirkte bei seinen wenigen Vorstößen gefährlich, weil die Abstimmung in der KFC-Defensive nicht stimmte und die Hausherren viele Fehler im Spielaufbau produzierten.

So auch in der 13. Spielminute, als Kosi Saka an der Strafraumkante Sven Raddatz foulte. Den Freistoß verwandelte SC-Schütze Alexander Sitter halbhoch in die linke Seite des Tores. Im Gegenzug hatte Albayrak für den KFC die Ausgleichschance, konnte aber freistehend vor SC-Keeper den Ball nicht im Tor unterbringen.

Der Schwung der Anfangsphase war nun weg. Nach einer halben Stunde wuselten Steiner und Höfler im Strafraum, fanden jedoch keine Lücke. Im folgenden Konter fand Niestroj dafür die Gasse in der aufgerückten Uerdinger Abwehr und Raddatz war durch. Er überlief Weichelt und traf zum 0:2 (32.).

Erst jetzt begann der KFC zu kämpfen und kam über die gute rechte Seite zurück. Yavuz flankte und Höfler nahm den Ball volley. Albayrak stocherte den Abpraller nur drei Minuten nach dem zweiten Gegentor zum 1:2 in den Kasten.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Laufbereitschaft der Uerdinger spürbar zu. Mit dem Wissen der 0:2-Niederlage der Turu Düsseldorf in Viersen wollte das Team von Peter Wongrowitz ihr Glück erzwingen.

Mit zwei Viererreihen erwarteten Kapellen die Angriffe des KFC. Nach 20 Minuten Druck der Gastgeber machte Kapellen mit dem ersten Konter der zweiten Spielhälfte das 1:3. Wieder war es Kapitän Sven Raddatz, der traf (66.). Die KFC-Fans waren entsetzt. Danach fiel den Hausherren zu wenig ein, um den SC zu gefährden.

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