KFC stellt in acht Minuten die Weichen auf Sieg

KFC stellt in acht Minuten die Weichen auf Sieg

Über 4000 Zuschauer in der Grotenburg sehen das 4:2 der Uerdinger im Lokalderby gegen den VfR Fischeln.

Krefeld. Es war ein Derby ganz nach dem Geschmack der 4079 Zuschauer: Viele Tore sind schließlich immer gut für das Herz der Fans.

Innerhalb von elf Minuten bekamen die Besucher des Fußball-Niederrheinliga-Duells in der Grotenburg am Freitag Abend in der ersten Hälfte vier Tore zu sehen. Drei Treffer legte der KFC Uerdingen vor, einen schob der VfR Fischeln nach - und das "ohne Topspielzuschlag", wie der Stadionsprecher vor dem Spiel betont hatte.

Dass der Favorit KFC dabei die bessere Spielanlage zeigte, war erwartet worden. Jedoch hielt der VfR in den ersten 20 Minuten prächtig dagegen, versteckte sich nicht, und hatte in Ex-KFC-ler Onur Özkaya einen fleißigen Stürmer.

Doch als Fischelns Torhüter Till Kohneneine Ecke von Igor Bendowskyi mit den Fäusten ins eigene Tor lenkte (26.), brach der VfR ein wenig ein. Jochen Höfler (30.) nach Vorarbeit von Moritz Steiner und Kapitän Erhan Albayrak nach Flanke von Kosi Saka (34.) legten schnell zwei Treffer für Uerdingen nach. Und wer sonst als Özkaya in dieser Hälfte konnte den 1:3-Anschlusstreffer erzielen. Gowthan Kugathasan hatte vorbereitet. Doch dass VfR-Abwehrmann Henning Niedmers mit einer Bauchmuskelzerrung vorzeitig raus musste, passte ins Bild.

Wäre der KFC zu Beginn der zweiten Hälfte so treffsicher gewesen wie in der ersten, hätten es langweilige Minuten werden können. Doch die Blau-Roten vergaben fast im Minutentakt hochkarätige Tormöglichkeiten. Erhan Albayrak (50.), Kosi Saka (56.) und Jochen Höfler ließen die Möglichkeiten aus. Fischeln zog daraus kein Kapital, agierte im Spiel nach vorne viel zu zag- und fehlerhaft. Die Einwechslung eines zweiten Stürmers (Thomas Bahr für Veli Velija) verpuffte völlig, die Auswechslung von Mike Grühn, der auch mit Freistößen nicht glänzen konnte, war bezeichnend.

Nur kurzzeitig erholte sich Fischeln vom Uerdinger Sturmlauf und konnte durch Özkaya auf 2:3 verkürzen (76.). Die Antwort ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Kosi Saka verwandelte einen umstrittenen Foulelfmeter (80.) zur erneuten Zwei-Tore-Führung, die das Kräfteverhältnis besser ausdrückte. In der Endphase attackierte der VfR beherzter, stellte die neuformierte KFC-Viererkette aber nicht mehr vor unlösbare Aufgaben.

Am Ende jubelte KFC-Boss Lakis und die gesamte Mannschaft des KFC Uerdingen, die vor der Tribüne Sirtaki tanzten. Wie im Mai hatte der KFC ein torreiches Krefelder Derby für sich entscheiden. Mit dem 4:2-Erfolg haben die Uerdinger zumindest bis Sonntag wieder die Tabellenführung der Niederrheinliga übernommen.

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