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KFC Uerdingen: KFC siegt mit Geduld im Niederrheinpokal

KFC Uerdingen : KFC siegt mit Geduld im Niederrheinpokal

Der Fußball-Oberligist macht nach Freistößen das Weiterkommen im Niederrheinpokal bei Arminia Klosterhardt perfekt.

Krefeld. Die Verlierer hatten längst zum Bier gegriffen. Klosterhardts Spieler saßen vor ihrer Kabine, die 0:2-Niederlage im Niederrheinpokal gegen den KFC Uerdingen war da schon einige Minuten abgehakt. So schnell wollte aber niemand der Oberhausener den Heimweg antreten. Die Sieger dagegen posierten noch für das eine oder andere Foto mit den Fans, stellten sich den Fragen der Medienvertreter. Den ersten Arbeitstag beendeten sie glücklich.

Der KFC erfüllte die Pflicht bei Landesligist Arminia Klosterhardt, der eine erste Kostprobe präsentierte, was den Uerdingern in dieser Saison blühen wird. Mittelfeldmann Pascale Talarski sagt: „Es war schwer. Wir wussten, dass es viel Gegenwehr geben würde. Wir haben geduldig gespielt und sind über Standards zum Erfolg gekommen.“

Die Oberhausener hatten vor allem im ersten Durchgang keine Zurückhaltung gezeigt. Sie attackierten die Uerdinger früh, setzten körperliche Härte dagegen.

Diese kamen in den ersten 45 Minuten nicht so recht ins Spiel, leisteten sich auch im Aufbau Abspielfehler. Ein Kopfball Danny Rankls landete nur an der Latte, Klosterhardt hatte die besseren Abschlüsse. KFC-Torwart Maurice Schumacher musste einmal beherzt eingreifen.

In der zweiten Hälfte aber schlug der Oberligist mit Standards zu — so wie es Trainer André Pawlak gefordert hatte. Wenn es klemmt, müssen eben solche Situationen helfen. Rankl (50.), nach Vorlage Timo Achenbachs, und der zur Pause für den an den Adduktoren angeschlagenen Vincent Wagner eingewechselte Kris Thackray, nach Vorlage Charles Takyis (64.), trafen nach Freistößen. Zwei Männer also aus dem alten Kader, die der neuen Mannschaft zum ersten Sieg im ersten Pflichtspiel verhalfen.

Der Treffer zum 2:0 war am Vortag sogar im Training 1:1 geübt worden, erzählt Pawlak: „Es war kein Hochglanz-Fußball. In der zweiten Hälfte haben wir es souverän gemacht. Es zählt nur das Weiterkommen. Die Standards waren der Türöffner. Es war eine Teamleistung und ein Geduldspiel.“ Ein Pfostenschuss war die größte Chance der Gastgeber. Noch gilt es an ein paar Schrauben zu drehen: Der Gegendruck bei Ballverlust, das Tempo in bestimmten Spielszenen und das Verständnis auf dem Platz sollen sich laut Pawlak noch verbessern.