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KFC punktet dank neuer Abwehrstärke

3. Liga : KFC punktet dank neuer Abwehrstärke

Der Fußball-Drittligist lässt kaum noch Gegentreffer zu. Dienstag kommt der Hallesche FC.

Keine Gegentore mehr fangen. Das ist im Fußball nicht die schlechteste Idee, wenn man konstant punkten will. Die Umsetzung gelingt dem Drittligisten KFC Uerdingen in den vergangenen Wochen mehr als vorzüglich. Nur zwei Treffer ließen die Krefelder in den zurückliegenden fünf Partien überhaupt noch zu.

Viel mehr Großchancen sind es auch nicht gewesen. Das Ergebnis: Drei Siege und ein Remis. Eine gute Bilanz im Wettstreit der Liga, in der Favoritenrollen nicht viel zählen. Auch beim 0:0 gegen den Aufstiegsanwärter TSV 1860 München schafften es die Uerdinger von Trainer Stefan Krämer über die volle Spielzeit, den Gegner vom eigenen Tor fern zu halten, ihn nicht gefährlich kombinieren zu lassen. In der Schlussphase war in Überzahl sogar noch ein eigener Treffer möglich. Eine ähnlich starke Abwehrarbeit könnte auch am Dienstag ab 19 Uhr im Heimspiel gegen den Halleschen FC Früchte tragen.

Doch die gute Defensivleistung passt noch nicht zum Angriffsspiel, dem oft noch die letzte Durchschlagskraft, Effizienz fehlt und die richtige Abstimmung. Zehn Tore geschossen, zwölf kassiert binnen elf Spielen. Das ist offensiv noch verbesserungswürdig, auch wenn in den vergangenen Wochen Fortschritte zu sehen waren wie beim 3:1 gegen Unterhaching. Im Abwehrverhalten läuft es aber schon ziemlich gut. Der KFC liegt damit ligaweit auf Augenhöhe mit den derzeitigen Spitzenteams. „Wir verteidigen mit elf Mann. Jeder kennt seine Aufgabe“, sagte Offensivspieler Kolja Pusch nach dem 0:0 in München über das Miteinander im Kampf um den Ball. „Wir haben gut verteidigt. Es ging darum, lange im Spiel zu bleiben und eine unserer Chancen dann vorne zu nutzen“, erklärte Innenverteidiger Jan Kirchhoff.

Trainer Stefan Krämer sieht die Entwicklung positiv, schloss mit seiner Mannschaft die Abstände auf dem Feld, die gegen Wehen Wiesbaden am 20. Oktober noch zu einem 0:4-Debakel geführt hatten. Seitdem aber hat sich das Team stabilisiert. „Wir lassen kaum Chancen des Gegners zu. Damit bin ich sehr einverstanden. Die Basis in der 3.Liga ist die Arbeit gegen den Ball.“ Ein erster Schritt, der Erfolg verspricht, auf den sich aufbauen lässt. „Diese Maßnahmen sind schnell umzusetzen, besser trainierbar als die Abläufe im Angriff“, so Krämer. Ziel sei es nun für die nächsten Wochen, neben der Stabilität auch im Offensivspiel zuzulegen.

Den einen oder anderen Wechsel in der Startelf kann sich der KFC-Trainer in Anbetracht der Drei-Spiele-Woche gut vorstellen. Der Hallesche FC habe genauso wie der KFC seine Lehren aus einer hohen Niederlage gezogen. Die Gäste spielten zuletzt dreimal remis in Folge gegen Rostock, Duisburg und Kaiserslautern, kassierten dabei nur noch insgesamt zwei Treffer, schossen aber auch nicht mehr als das. „Geduld wird eine Rolle spielen“, kündigt Krämer für das Heimspiel an. Defensive ist jetzt Trumpf auf beiden Seiten.