KFC patzt gegen Cottbus bei Vogel-Premiere

Fußball : KFC patzt gegen Cottbus bei Vogel-Premiere

1:2 unterliegt der KFC den Brandenburgern. Gäste-Trainer Wollitz lässt Pressekonferenz sausen aus Solidarität zu Norbert Meier.

Die Premiere von Heiko Vogel als neuer Trainer des KFC Uerdingen war nicht von Erfolg gekrönt. 1:2 unterlag der Drittligist im Heimspiel gegen Energie Cottbus, das noch tief im Abstiegskampf steckt, nach dem Sieg in Duisburg aber hoffen kann. Für Uerdingens Offensivspieler Roberto Rodriguez war es eine „unnötige Niederlage.“ Mit dem Spiel seiner Mannschaft war der Schweizer einverstanden: „Wir haben Fußball gespielt und sind verdient in Führung gegangen.“ Beim 1:2 habe man sich aber „zu einfach ausspielen lassen“, kritisierte Rodriguez: „Wir müssen daran arbeiten und im zweiten Durchgang einen Gang höher schalten.“

Die Pressekonferenz nach dem Spiel musste jedoch ausfallen. Claus-Dieter Wollitz, Trainer der Cottbuser, verzichtete auf eine Teilnahme, ließ sich stattdessen im Kabinengang befragen. Eine „Aktion der Solidarität“ mit dem Trainerkollegen Norbert Meier, der jüngst von KFC-Präsident Mikhail Ponomarev per Twitter unter anderem als „schlechtester Trainer der Vereinsgeschichte“ verunglimpft worden war: „So geht man mit einem Menschen nicht um“, sagte Wollitz. Das Fernbleiben sorgte auf der Gegenseite für Unverständnis, so auch bei KFC-Trainer Heiko Vogel. Dieser zog über das Sportliche ein gemischtes Fazit: „60 Minuten lang haben wir ein gutes Spiel gemacht, schon sehr viel umgesetzt. Der Ausgleich fällt aus dem Nichts. Nach dem 1:2 waren wir dann  zu fahrig.“

Pflücke trifft sehenswert, Cottbus kontert nach strittigem Freistoß

Heiko Vogel hatte die Formation leicht verändert, stellte Stefan Aigner und Osayamen Osawe zusammen in die Spitze, dahinter eine Raute mit Roberto Rodriguez, Patrick Pflücke, Connor Krempicki und Manuel Konrad. Ansonsten blieb es bei der gewohnten Viererkette. Die ersten 20 Minuten verliefen ohne nennenswerte Höhepunkte.

Dann aber stach Patrick Pflücke zu. Über die rechte Seite spielten sich die Krefelder durch. Eine Hereingabe landete beim Offensivspieler außerhalb des Strafraums. Sein Linksschuss ins rechte Eck war für Energie-Torwart Avdo Spahic nicht zu halten (21.). Die Freude währte nicht lange. Cottbus-Kapitän Dimitar Rangelov verwandelte einen strittigen Freistoß direkt im Uerdinger Tor (27.).

Nach der Pause musste KFC-Torwart Robin Benz erst einmal einen Freistoß des Cottbusers Marcelo Freitas entschärfen, kurz danach gab es eine Unstimmigkeit zwischen ihm und Manuel Konrad. Der Ball rollte entlang der Torlinie, ehe er geklärt wurde. Die Lausitzer kamen druckvoller aus der Kabine.

Wenn die Krefelder im Ballbesitz waren, ließen sie das Spielgerät geduldig zirkulieren. Immer wieder spielten die Krefelder auch mal hinten herum, ehe sie vorne auf die Lücke lauerten. Wie schon im ersten Durchgang aber konnte sich keine Mannschaft einen deutlichen Vorteil erarbeiten. Das änderte sich in der 63. Minute. Erneut war es Rangelov, der frühere Bundesliga-Profi von Energie und Borussia Dortmund schüttelte seine Bewacher am Strafraum ab und ließ auch Benz keine Chance – 2:1 führte der Abstiegskandidat.

Offensiv blieb der KFC im zweiten Durchgang ohne Durchschlagskraft. Osawe, in der Vorwoche noch mit einer Glanzleistung, konnte diesmal keine Akzente setzen. Der schöne Treffer Pflückes blieb die Ausnahme.

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