KFC-Kapitän Jan Kirchhoff arbeitet an seiner Rückkehr

KFC Uerdingen : KFC-Kapitän arbeitet an seiner Rückkehr

Jan Kirchhoff will im Trainingslager wieder zurück im Mannschaftstraining sein. Zum Auftakt machte er nur leichte Übungen.

Als seine Kollegen am Samstagmittag mit dem Training begannen, war für Jan Kirchhoff der erste Arbeitstag nach dem Urlaub schon wieder vorbei. Der Kapitän verließ die Sportanlage des SV Vorst, nachdem er nur ein paar individuelle Übungen mit dem Ball absolviert hatte. Ans Mannschaftstraining war offenbar beim 29-Jährigen noch nicht zu denken. „Es geht mir gut. Ich muss mich noch ein wenig an die fußballspezifische Belastung gewöhnen. Dann nehme ich das Mannschaftstraining wieder auf. Im Trainingslager will ich wieder voll dabei sein“, sagt Kirchhoff. Das wäre in der kommenden Woche, wenn die Krefelder für neun Tage in die Toskana reisen, um sich dort auf die weitere Meisterschaft vorzubereiten, unter möglichst besten Bedingungen. „Die Bedingungen ohne Kraftraum und Kabine könnten bessere sein“, sagt er diplomatisch auf die aktuelle Situation bezogen. Erst am Montag durften die Uerdinger die Grotenburg wieder betreten. Über die Feiertage war das städtische Stadion abgeschlossen.

Teamchef Reisinger: „Er braucht die Basis für 90 Minuten“

Jan Kirchhoff hofft darauf, dass seine Wadenprobleme ganz verschwinden, so dass der Verteidiger in den restlichen Tagen bis zum Auftakt am 26. Januar den körperlichen Zustand erreicht, der für die 3. Liga nötig ist. Der 29-Jährige hatte bereits die letzten drei Spiele vor der Weihnachtspause verpasst. Gegen Chemnitz musste er nach 63 Minuten vom Feld, als es intensiv zur Sache ging auf dem Platz. „Er ist ein wichtiger Spieler. Es ist doof, dass er jetzt nicht trainieren kann. Wir würden gerne auch taktische Dinge einüben, wie zum Beispiel mit Dreierkette zu spielen“, sagt Trainer Daniel Steuernagel. Und Teamchef Stefan Reisinger meint: „Er braucht die Basis für 90 Minuten. Da muss er noch mehr Konstanz in seinen körperlichen Zustand kriegen.“ Seit seiner Knie-Operation in 2016 hat Kirchhoff auch immer mal wieder mit Beschwerden in diesem Gelenk zu kämpfen. „Es ist dann aber keine langwierige Sache. Ich weiß, wie ich damit umgehen kann“, sagt er.

Die Entwicklung der Mannschaft in den vergangenen Wochen sieht er positiv: „Wir kriegen weniger Gegentore, stehen kompakter.“ Vor allem habe sich am Umgang miteinander seit der Amtsübernahme von Teamchef Reisinger und Trainer Steuernagel etwas geändert: „Die Teamchemie ist besser. Leistung wird wieder belohnt. Jeder hat mehr gebracht im Training. Das führt auch zu mehr Qualität im Spiel. Mentalität und Zusammengehörigkeitsgefühl stimmen.“ Wo es für die Mannschaft, die nach 20 von 38 Spielen mit drei Punkten Rückstand zum Relegationsrang auf Platz acht liegt, hingehen kann, lässt Kirchhoff offen: „Das ist schwer zu sagen. Die Liga ist sehr eng. Wir müssen uns auf uns fokussieren und weiter stabilisieren.“

In welcher Funktion er der Mannschaft nach seiner Rückkehr helfen kann, ist offen. Die Innenverteidiger Dominic Maroh und Assani Lukimya ließen sich in den vergangenen Wochen kaum etwas zu Schulden kommen. Anders als ihr Vorgänger Heiko Vogel, der Kirchhoff als Sechser sah, setzten Reisinger und Steuernagel ihn als Innenverteidiger ein. Dort konnte er dem Team mehr helfen, auch wegen seiner Stärke in der Luft. Der Konkurrenzkampf wäre voll entbrannt, wenn der 29-Jährige bald zurückkehrt. Kirchhoff: „Ich trainiere als Innenverteidiger. Wir haben es in allen Kombinationen bisher gut gemacht. Man muss abwarten, wie der Trainer entscheidet.“