KFC im Heimpsiel gegen letzten DDR-Meister Hansa Rostock

Fußball: KFC: Selbstbewusst im Endspurt

Mit Rostock, Wehen und Haching warten ambitionierte Aufgaben.

Der Endspurt der ersten Halbserie beginnt für den Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen. Das Team von Trainer Stefan Krämer empfängt am Samstag im letzten Heimspiel des Jahres Hansa Rostock, fährt am Montag, 17\. Dezember dann zum SV Wehen Wiesbaden und am 23\. Dezember, einen Tag vor Heiligabend, noch zur Spielvereinigung Unterhaching. Nach den drei Siegen zu Null gegen die Abstiegskandidaten Braunschweig, Aalen und Cottbus warten nun also noch einmal drei Teams, die ein Wort mitreden wollen in der Aufstiegsfrage, den Kontakt zur Spitze aber nicht abreißen lassen dürfen. Für Stefan Krämer und den Tabellendritten KFC geht es darum, eine gute Ausgangslage zu behalten. Der 51-Jährige geht ohnehin bis weit ins Frühjahr hinein von einem breiten Anwärterkreis für die zwei direkten Aufstiegsplätze und den einen Relegationsplatz aus.

Auf die Frage, wie viele Punkte er denn gerne noch sammeln würde bis Weihnachten, lässt sich Krämer nicht ein: „Ich bin kein Freund von Hochrechnungen. Fußball ist keine Mathematik. Jetzt wollen wir erst einmal Rostock schlagen.“ Und das dürfte eine schwere Aufgabe werden.

Kapitän Schorch: „Wir müssen gegen Hansa hellwach sein“

Der letzte DDR-Oberligameister und DDR-Pokalsieger von 1991 überzeugte am Montagabend beim 1:1 gegen den Tabellenführer VfL Osnabrück. Mit fünf Punkten Rückstand auf den Tabellendritten aus Uerdingen steht der Club von der Ostsee unter Druck. Krämer sieht im Gegner eine Spitzenmannschaft. Ein Team, wie gemacht für die kampfgeprägte 3\. Liga: „Sie sind robust, haben große Spieler in ihren Reihen. Rostock wird um den Aufstieg spielen“, prophezeit Krämer.

Hansa-Trainer Pavel Dotchev stellt sich und seine Mannschaft auf ein „Spitzenspiel“ ein. Der KFC sei eine „absolute Spitzenmannschaft, geradlinig, schnörkellos.“ Mit ihrer individuellen Klasse seien die Krefelder „sehr effektiv. Eine Einzelaktion kann schon ein Spiel entscheiden.“ Zwischen die Komplimente mischte sich aber auch die Zuversicht, im kommenden Auswärtsspiel bestehen zu können: „Wir sind stark genug, um gegen jeden Gegner in der Liga zu gewinnen.“

Der KFC hofft mit seiner Wette auf mehr als 7000 Zuschauer in der MSV-Arena. Bis zu 1500 Fans werden allein aus Rostock erwartet. Für eine Heimspiel-Atmosphäre müssen die Krefelder kräftig dagegen halten. Kapitän Christopher Schorch hofft auf große Unterstützung: „Wir hoffen, dass die Leute zahlreich den Weg ins Stadion finden. Wir müssen gegen Hansa hellwach sein, dann haben wir gute Karten zu gewinnen.“

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