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KFC gibt ersten Dreier aus der Hand

3. Liga : KFC Uerdingen gibt ersten Dreier aus der Hand

Uerdingen bleibt nach dem 1:1 gegen Wegberg-Beeck Tabellenletzter der Regionalliga. Nur Justin Neiß trifft.

Etwas mehr als fünf Minuten haben dem Fußball-Regionalligisten KFC Uerdingen zum ersten Saisonsieg gefehlt. Im Auswärtsspiel gegen den Abstiegskonkurrenten und Tabellennachbarn FC Wegberg-Beeck hieß es nach 90 Minuten 1:1. Die Krefelder sind damit nach sieben Partien noch sieglos und nun wieder Schlusslicht. „Offensiv hat es heute bei uns nicht so gut funktioniert, dennoch haben wir ein Tor gemacht“, sagte Trainer Dmitry Voronov und führte fort: „In den letzten zehn Minuten waren wir unkonzentriert und wurden gnadenlos bestraft.“ Für den KFC war es das dritte Remis in Folge. „Wir gehen unseren Weg, sehen die Entwicklung und sind positiv“, merkte Voronov nach der Partie an.

Der Mann des Spiels

Justin Neiß kam erst nach der Halbzeit ins Spiel, avancierte dann aber zum gefährlichsten Uerdinger im zweiten Durchgang. Erst sein 1:0, als er den Ball über Torhüter Stefan Zabel ins Tor lupfte, dann noch sein Lattentreffer beim Stande von 1:1 in den letzten Minuten. Da wäre er beinahe noch der Matchwinner geworden. Doch seine Leistung zeigt: Der KFC kann durchaus Torgefahr von der Bank bringen.

Der Moment des Spiels

Es muss ein befreiendes Gefühl gewesen sein. Erstmals in dieser Saison gingen die Krefelder in Führung. Dementsprechend laut wurde das 1:0 durch Justin Neiß in der 68. Minute auf den Tribünen begleitet. Zu einem Sieg aber sollte es erneut nicht reichen.

Die Chronik des Spiels

Ouadie Barini führte die Mannschaft des KFC als Kapitän aufs Feld. Die erste nennenswerte Abschlussaktion hatte Uerdingens Stürmer Abdul Fesenmeyer, der den Ball aber unter Bedrängnis nicht aufs Tor schießen konnte. Die Krefelder kamen besser ins Spiel als die Gastgeber. Erneut war es Fesenmeyer, der wenige Momente später nach einem starken Vorstoß über die rechte Seite keinen Abnehmer im Strafraum fand. Auf der anderen Seite vermochten es aber auch die Wegberger nicht, sich eine Großchance zu erspielen. Jonathan Benteke-Lifeka setzte erst später einen Schuss knapp am Kasten von Jovan Jovic vorbei. Beide Abwehrreihen hatten das Geschehen nach 30 Minuten im Griff. Beeck wurde mit zunehmender Spielzeit etwas aktiver. Die Partie verlief nun ausgeglichener als zu Beginn. Benteke-Lifeka versuchte es noch mit einem Schuss vom Strafraumeck, doch Jovic war schnell genug auf dem Boden und hielt den Ball fest.

Der KFC leistete sich nun mehr und mehr Fehlpässe, lud den Gegner zu schnellen Gegenstößen ein. Konsequenzen aber mussten die Uerdinger noch nicht erleiden. Auch die Gäste konnten aus plötzlichen Ballgewinnen in der gegnerischen Hälfte kein Kapital schlagen. Leon Augustos Fernschuss zwang Beecks Torwart Stefan Zabel zur einer Rettungstat. Dann war Halbzeit beim Stand von 0:0.

Wenig änderte sich nach der Pause. Beeck mit etwas mehr Zug zum Tor, ohne aber die gefestigte Abwehrformation der Uerdinger in die Bredouille zu bringen. Auf der Gegenseite kamen die Krefelder auch einen Schritt zu spät oder standen im Abseits, wenn der entscheidende Augenblick nahte. Nach einer Auseinandersetzung am Spielfeldrand musste Beecks Trainer Mark Zeh mit einer Roten Karte den Innenraum des Stadions verlassen.

Auch nach einer Stunde Spielzeit waren noch keine Treffer gefallen. Offensiv hatte der KFC bis dahin noch keine Lösung parat, um sich Einschussmöglichkeiten zu erspielen. Das änderte sich aber prompt in der 68. Minute. Justin Neiß lupfte nach einem guten Zuspiel in den Strafraum einen Ball so gerade noch über den Beecker Schlussmann Zabel zum 1:0. Etwa 500 Fans aus Uerdingen waren aus dem Häuschen. Zuvor hatte Barini noch das Lattenkreuz getroffen. Auf der Gegenseite tauchte Jovic ab, wehrte einen Distanzschuss zur Ecke ab. Das Spiel nahm nun Geschwindigkeit auf, Abschlüsse gab es nun für beide Parteien. Jovic fing auch einen Kopfball von Norman Post. Zehn Minuten waren noch zu spielen. Doch auch die Wegberger hatten noch einen Erfolgsmoment. Shpend Hasani stellte auf 1:1.

So wurde es noch einmal ein Spiel auf Messers Schneide. Neiß hatte noch Pech, als sein Schuss aus der zweiten Reihe auf die Querlatte titschte. Mehr passierte dann aber nicht mehr im Duell der Kellerkinder.