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Oberliga Niederrhein: KFC gegen Meerbusch: Spektakel gegen Langeweile

Oberliga Niederrhein : KFC gegen Meerbusch: Spektakel gegen Langeweile

Im Hinspiel boten der KFC Uerdingen und der TSV Meerbusch mit zwei Doppelpacks und zwei Platzverweisen gute Unterhaltung.

Krefeld. Der Blick auf die Haupttribüne offenbarte am Mittwoch beim 2:1-Sieg gegen die U 23 von Rot-Weiß Oberhausen einige größere Lücken. Nur 904 Zuschauer waren offiziell zum Heimspiel des Fußball-Oberligisten KFC Uerdingen gekommen — Minusrekord. Nicolas Weinhart, Geschäftsstellenleiter des Vereins, sagte: „Der Wunsch ist es, in jedem Heimspiel etwa 2000 Zuschauer im Stadion zu haben. Doch die müssen wir uns wieder hart erarbeiten, auch indem wir den Fans schönen Fußball bieten. Nun geht es darum, vernünftig die neue Saison zu planen.“

Oberliga Niederrhein: KFC gegen Meerbusch: Spektakel gegen Langeweile
Foto: abi

Darüber hinaus aber zeigte Weinhart Verständnis für die Daheimgebliebenen: „Für die Leute ist es eben auch schwer. Es ist auch nicht billig hier. Die Fans geben ja schon ihr letztes Hemd für den Verein.“ Im Durchschnitt begrüßte der Oberligist in den 14 Heimspielen (in beiden Derbys gegen Fischeln wurden die Einnahmen geteilt) etwa 1700 Zuschauer.

Vor allem der Saisonauftakt, das Spiel gegen den Wuppertaler SV und eben die beiden Derbys haben den Schnitt angehoben. Die weiteren Heimspiele wollten nur noch etwa 1100 bis 1200 Besucher sehen.

Man kann sich vorstellen, dass so manches Heimspiel nicht den gewünschten Gewinn abwirft — wenn es nicht sogar das eine oder andere Verlustgeschäft gab, rechnet man alleine die Bewirtung, die Personalkosten oder die Spielerprämien zusammen. Offizielle Zahlen des Vereins gibt es noch nicht. Am Sonntag, wenn der TSV Meerbusch beim KFC gastiert, werden zwar einige Zuschauer aus der Nachbarstadt erwartet. Doch der Zuspruch insgesamt ist gering.

Grund Nummer eins ist das frühe Aus im Meisterschaftsrennen. Nun können die Fans gegen Meerbusch nur auf ein ähnliches Spektakel wie beim ersten Aufeinandertreffen im Oktober hoffen. Damals trennten sich die Klubs nach einer turbulenten Schlussphase mit 2:2. Der Meerbuscher Aleksandar Pranjes und KFC-Stürmer Mohamadou Idrissou trafen jeweils doppelt, und Letzterer flog kurz vor dem Abpfiff auch noch mit Gelb-Rot vom Platz. Zudem sah Meerbuschs Daniel Klinger in der Nachspielzeit glatt Rot.

Horst Riege, Sportlicher Leiter, sagt zum schwachen Zuspruch gegen Oberhausen: „Die Paarung, der Punkterückstand auf Wuppertal und die vergangenen Ergebnisse haben sicher dazu beigetragen. Wir wollen den Fans trotzdem erfolgreichen Fußball bieten und vielleicht noch ein paar Punkte aufholen.“ Gegen Meerbusch will KFC-Trainer Jörn Großkopf auf dem Rasen vor allem in der Rückwärtsbewegung mehr Einsatz sehen: „Das Defensivverhalten der Offensiven muss besser werden.“ So hätte der KFC gegen RWO in der Schlussphase fast noch ein 2:0 verspielt.

„Ganz ordentliche Leistungen“ sah der KFC-Trainer bei Doppeltorschütze Danny Rankl und Linksaußen Pascal Schmidt. Beide dürfen sich Hoffnung auf einen Einsatz gegen Meerbusch machen. Dann soll der nächste Heimsieg her und vielleicht auch der eine oder andere Besucher wieder Lust auf mehr bekommen. Großkopf sagt: „Meerbusch hat eine gute Mannschaft. Wir müssen wieder alles abrufen.“