KFC: Fans machen sich Sorgen um Zukunft des Vereins

KFC: Fans machen sich Sorgen um Zukunft des Vereins

Nachdem Präsident Lakis seinen Rückzug angekündigt hat, sieht der Supporters-Club die Politik in der Pflicht.

Krefeld. Der KFC Uerdingen hatte seine Partie gegen Fortuna Köln gerade mit 0:2 am Dienstag verloren, da sammelten sich die Fans bereits in Grüppchen rund um die Grotenburg und besprachen das Geschehen. Dabei ging es aber nicht ausschließlich um die engagierte Leistung der Mannschaft gegen den Tabellenführer der Fußball Regionalliga-West, sondern auch um die Gesamtentwicklung des Vereins.

Nach der Stellungnahme von KFC-Präsident Lakis, künftig womöglich nicht mehr für den Vorsitz des Vereins kandidieren zu wollen, sieht die Fanszene ihren Verein mal wieder vor einer ungewissen Zukunft. „Herr Lakis hat viel für den Verein getan und man kann nur hoffen, dass er weiter im Amt bleibt“, sagte Fan Christian Steffen.

Markus Perma war da ganz anderer Meinung. „Ich hoffe, dass Lakis zumindest als Sponsor erhalten bleibt. Vielleicht ist ein Tapetenwechsel auf dem Chefsessel mal gar nicht so schlecht.“

Denn die Anhänger machen sich natürlich auch Sorgen um die Schulden, die der Verein bei Lakis angehäuft hat. „Natürlich ist man daran interessiert zu wissen, wie es mit dem Geld weitergehen wird, das der Verein Herrn Lakis schuldet, wenn er nicht mehr als Vorsitzender weiter macht“, sagt ein KFC-Fan, der sich erinnert, mit dem Verein schon ganz andere Zeiten mitgemacht zu haben.

Alexander Zimmermann vom Supporters-Club Krefeld will hingegen aus den Meinungen vieler Fans herausgehört haben, dass die Anerkennung für Lakis’ Leistungen im finanziellen Bereich und sein Engagement geschätzt werden. „Daher wäre es bedauerlich, wenn der Verein einen großen Förderer verliert“, so Zimmermann, der auch einen Appell an die Krefelder Politik und Wirtschaft richtete. „Das Projekt KFC kann nicht nur Sache des Vereinspräsidiums und von uns Fans sein. Hier ist Krefeld als Gesamtpaket gefragt.“

Derweil sieht Trainer Eric van der Luer die Aussagen seines Präsidenten relativ entspannt. „Keiner hat in der Vergangenheit mehr für den Verein getan als Herr Lakis. Doch wir haben keinen Einfluss auf die Dinge, die in Zukunft passieren und müssen uns auf das Hier und Jetzt konzentrieren.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung