KFC: Erinnerung an glorreiche Zeit

KFC: Erinnerung an glorreiche Zeit

Mit dem Gegner Velbert verbindet der KFC seinen letzten großen Erfolg — 2001.

Krefeld. 13 Jahre ist es her, da feierte der KFC Uerdingen seinen bislang letzten großen Erfolg in seiner so glorreichen Fußball-Historie. Am 1. Mai 2001 gewinnt der KFC durch einen 3:0-Sieg gegen die SSVg Velbert im Finale des Niederrhein-Pokals und qualifiziert sich damit zugleich für die 1. Runde im DFB-Pokal.

Dort setzten die Uerdinger ihre erfolgreiche Pokalgeschichte fort, kegelten die Bundesligisten Energie Cottbus (1:0) und dem SV Werder Bremen (4:3) nach Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb. Erst im Achtelfinale war dann durch eine 3:5-Niederlage nach Elfmeterschießen gegen den 1. FC Köln Endstation für die Spieler in der Grotenburg.

Die damals in der Regionalliga Nord beheimateten Krefelder wurden zu dieser Zeit vom heutigen Bundesligatrainer Jos Luhukay (Hertha BSC) trainiert. Anton Vriesde, Landsmann des holländischen Trainers, war Kapitän des Teams, Peter Martin stand zwischen den Pfosten, Alexander Nouri zog im Mittelfeld die Fäden und Giancarlo Fiore wirbelte im Angriff.

Morgen steht für den KFC wieder ein Achtelfinale an. Zwar ist es nicht der DFB-Pokal, aber trotzdem will das Team von Trainer Murat Salar erneut die Hürde SSVg Velbert nutzen, um durch einen Einzug ins Niederrheinpokal-Viertelfinale im Rennen um ein Erstrundenticket für Deutschlands höchsten Pokalwettbewerb zu bleiben.

„Uns führen die Erinnerungen von vor 13 Jahren natürlich noch mal vor Augen, wie wichtig es ist, jedes Pokalspiel mit vollster Konzentration anzugehen“, sagt KFC-Boss Lakis. Finanziell verpasste es der KFC, durch die Halbfinalpleite im Vorjahr gegen den TV Jahn Hiesfeld (0:1) und die damit genommene Chance auf einen Pokalsieg gegen den MSV Duisburg, laut Lakis, rund 150 000 Euro Einnahmen zu generieren. „Das tut weh. Ich habe sogar noch das Pokalfinale live im Stadion in Duisburg gesehen und muss sagen, dass das Erreichen des Endspiels uns auch für unser Image viel gebracht hätte“, sagt Lakis.

Der KFC Uerdingen steckte zu dieser Zeit tief im Abstiegskampf der Regionalliga West und gab auch ansonsten kein gutes Bild in der Öffentlichkeit ab. Der Präsident hat deswegen vor seiner Abreise nach Griechenland, wo Lakis seinen vor einem Jahr verstorbenen Vater zum Jahresamt betrauert, nochmals eindrücklich an das Trainergespann Murat Salar und Uwe Fecht appelliert, das Spiel am Sonntag in Velbert unter allen Umständen mit dem notwendigen Ernst anzugehen - um es letztlich erfolgreich zu gestalten.

Nach seiner Rückkehr am Montag will Lakis auch das Thema neuer Leiter der Geschäftsstelle endlich zum Abschluss bringen. „Ich kann leider noch keine Angaben zur Person machen, da wir uns gegenüber dem Kandidaten zur Verschwiegenheit erklärt haben“, sagt Lakis.

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