Oberliga: KFC-Coach Boris fordert eine Siegesserie

Oberliga : KFC-Coach Boris fordert eine Siegesserie

Nach dem 0:5 in Wuppertal soll gegen Kapellen ein anderer Wind wehen.

Krefeld. Es wurde geschwitzt, es wurde viel geredet im Lager des Fußball-Oberligisten KFC Uerdingen. Erst führte Trainer Michael Boris seiner Mannschaft den Hergang und die Gegentore des 0:5-Debakels in Wuppertal noch einmal vor. Im Training erhöhte der 40-Jährige das Pensum. Genügend Gründe für einen erhöhten Trainings- sowie Gesprächsbedarf lagen auf der Hand.

„Wir haben gegen den WSV ganz schlecht verteidigt. Wir wissen, dass wir Mist gemacht haben“, sagt Trainer Boris.

Derartige Patzer und ihre Häufung hatte man in den vorangegangenen Spielen der Uerdinger nicht gesehen. Aber auch noch kein Gegner hatte die Qualität des Wuppertaler SV. Nach fünf Spielen rangieren die Krefelder auf Rang acht, zwei Zähler hinter Wuppertal. Noch befinden sich viele Mannschaften in der Oberliga in der Findungsphase.

Noch ist die Niederlage gegen den Aufstiegskonkurrenten Wuppertal zu korrigieren. Schließlich hatten sich die Wuppertaler vorher bereits eine Pleite gegen den jetzigen Tabellenführer SC Düsseldorf-West erlaubt. Doch sollte der KFC nun Fahrt aufnehmen, um später in der Saison eine Aufholjagd und zu hohe Drucksituation zu vermeiden.

Eine neuformierte Mannschaft muss relativ schnell sehr gut funktionieren. „Wir sind noch nicht da, wo wir zum sechsten Spieltag sein wollten. Wir müssen nun in einen positiven Lauf reinkommen und mal fünf, sechs, sieben Partien gewinnen“, sagt Boris. Schon Sonntag, wenn der Tabellennachbar SC Kapellen-Erft (9. Platz) ab 14 Uhr in der Grotenburg gastiert, soll auf dem Platz ein anderer Wind wehen.

„Eine gewisse Wut muss bei uns zu erkennen sein, den Sieg erzwingen zu wollen. Nicht so viel darüber reden, sondern machen“, sagt der KFC-Coach, der die Kapellener vor allem bei Standardsituationen stark erwartet.

Geduld wird wieder gefragt sein, die eine Lücke zu finden, ohne sich dabei auskontern zu lassen. Immer wieder ist das ein Balanceakt. „Wir müssen die aktive Mannschaft sein“, sagt Boris. Immerhin wird Linksaußen Walid Sekkour nach seiner Sperre wieder mitmischen.

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