KFC: Boris plant weitere Transfers

KFC: Boris plant weitere Transfers

Oberligist zieht Linksverteidiger Timo Achenbach aus Sandhausen an Land.

Krefeld. 323 Spiele in der 2. Bundesliga hat Timo Achenbach auf dem Buckel. Es hätten sicherlich noch einige mehr werden können, denn der 32-Jährige steht noch richtig gut im Saft. Doch der Linksverteidiger bekam beim SV Sandhausen keinen neuen Vertrag und orientierte sich anders — drei Ligen tiefer zum KFC Uerdingen. Was sich auf den ersten Blick nach einem sensationellen Transfer für die Blau-Roten anhört, ist eine Entscheidung mit Augenmaß — beiderseits.

Achenbach unterschrieb beim KFC einen Dreijahresvertrag mit Option auf ein weiteres. Parallel zu seiner fußballerischen Karriere will der in Witten geborene Achenbach aber vor allem auch bereits seine Karriere nach der Karriere vorbereiten.

„Ich werde parallel zu meiner fußballerischen Laufbahn mit Unterstützung des Vereins meine Trainerscheine machen“, sagt Achenbach. Mit KFC—Boss Lakis hat Achenbach zudem ausgehandelt, dass er den Blau-Roten womöglich nach seiner aktiven Karriere erhalten bleiben wird. „In welchem Bereich, das müssen wir noch sehen“, sagt Lakis.

Für den Vereinsvorsitzenden zählt derzeit erst einmal, dass so ein erfahrener Spieler wie Achenbach überhaupt beim KFC unterschrieben hat. „Das ist ein fantastischer Transfer für uns“, jubelt Lakis, der werbewirksam — im Gegensatz zu den Jahren zuvor — bereits ein Trikot mit dem Namensflock des Neuzugangs zur offiziellen Vorstellung mitbrachte.

Trainer Michael Boris zeigt sich über die Verpflichtung des Ex-Profis von Alemannia Aachen, Greuther Fürth und dem SV Sandhausen ebenfalls sehr angetan. „Ich glaube, da braucht man nicht viele Worte, um zu verdeutlichen, dass dieser Transfer für uns ein riesen Ding ist“, sagt Boris. Mehrere Wochen hätten Vorstand und Trainer an der Realisierung der Verpflichtung gearbeitet.

Abgeschlossen sind die Kaderplanungen des KFC mit dem Transfer von Achenbach im Übrigen noch nicht. „Wir sind noch auf der Suche nach einem Spieler für die linke Seite und einem Mittelstürmer“, sagt Boris.

Diesen soll dann auch Achenbach mit seinen Flanken füttern. „Neben meiner Erfahrung bringe ich sicherlich auch die Qualität mit, die Linie hoch zu marschieren und die Stürmer mit Flanken zu füttern“, sagt Achenbach.

Mit Sebastian Hirsch, seinem Pendant auf der rechten Seite, verfügt der KFC in der Oberliga Niederrhein über das stärkste Außenverteidigerduo der Liga. „Gerade auf dieser Position brauchst du Leute, die immer Gas geben“, ist Boris auch entsprechend froh über diese Tatsache.

Im Test gegen den 1. FC Kleve am Mittwochabend durfte Achenbach dann auch keine vier Stunden nach seiner Vorstellung direkt sein Können auf dem Platz unter Beweis stellen. „Bis zum Auftakt im Niederrheinpokal bin ich bei 100 Prozent“, sagt Achenbach.

Mehr von Westdeutsche Zeitung