KFC bleibt unten stecken

Krefeld. Der Abstiegszug in der Regionalliga West fährt ab und der KFC Uerdingen hat derzeit seinen Platz fest gebucht. Am 28. Spieltag verlor die Mannschaft von Trainer Eric van der Luer mit 1:2 (1:0) gegen Borussia Mönchengladbach II.

In einer erneut guten Anfangsphase der Hausherren näherte sich der KFC mit einem Kopfball von Kofi Yeboah Schulz erstmals dem Tor von Gäste-Schlussmann Blaswich (12.). Drei Minuten später scheiterte Marc-André Nimptsch mit einem Kopfball aus acht Metern an Blaswich, der sich aber nur eine Minute später einen dicken Bock leistete. Güngör Kaya wurde mit einem Pass in den Strafraum geschickt und schloss aus zehn Metern halbrechter Position flach ab. Blaswich ließ die Kugel vor die Füße von Schulz prallen, der nur noch einzuschieben brauchte. Die Gastgeber blieben zunächst am Drücken und ließen die „Jungfohlen“ nicht zur Entfaltung kommen. Kaya setzte bei einem Kopfballversuch die Kugel aber über den Kasten (22.).

Die Gäste kamen erst in der 45. Minute zu ihrer ersten Torchance. Den Kracher von Pisano entschärfte Udegbe aber gekonnt. Die Gastgeber blieben zum zweiten Durchgangs viel zu passiv und ließen die Mannschaft von Sven Demandt gewähren. Der Ausgleich gegen einen keinesfalls besseren Gegner in der Luft. Und als Pisanos Kopfball von Udegbe noch gerade an die Latte gelenkt wurde, sollte sich dies fast bewahrten (57.). Sekunden später klärte Udegbe per Hechtsprung gegen Pisano. Van der Luer reagierte und brachte Lance Voorjans für den schwachen Issa Issa. Ein Standard von Kaplan, den Blaswich mit der Doppelfaust parierte, war das erste offensive Lebenszeichen des KFC im zweiten Durchgang. Doch diese Strohfeuer täuschte nur kurz über die Unzulänglichkeiten der Gastgeber wieder, die in der 68. Minute nach einem Handspiel von Tim Rubink das 1:1 durch Stang vom Punkt hinnehmen mussten.

Doch es kam noch schlimmer. Lenz köpfte eine Ecke, die zuvor irregulär nicht von der Eckballmarkierung ausgeführt worden war, zum 1:2 aus KFC-Sicht ein (73.). Ein Aufbäumen der Hausherren war danach kaum erkennbar. Der KFC fügte sich mit seinen limitierten Mittel in die nächste total unnötige Heimniederlage.Ein Teil der Zuschauer forderte nach der Niederlage lautstark den Rauswurf des Trainers. Die Rufe quittierte van der Luer mit dem Daumen in Richtung Fanblock, der daraufhin höhnisch mit den Rufen "Wir können uns selber verarschen" beantworteten.

KFC-Aufstellung: Udegbe — Rubink, Nimptsch, Jakubowski, Ammi — Schattner, Issa (61. Voorjans) — Schulz, Saka (75. Korte), Kaplan — Kaya (69. Baltes) Tore: 1:0 Schulz (16.), 1:1 Stang (68.), 1:2 Lenz (73.) Zuschauer: 1906

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