KFC Uerdingen: KFC-Angreifer Krempicki muss sich steigern

KFC Uerdingen : KFC-Angreifer Krempicki muss sich steigern

Connor Krempicki ist beim KFC nur noch zweite Wahl. Florian Rüter hat sich dafür ins Team gespielt.

Krefeld. Connor Krempicki fand sich zuletzt auf einer Position wieder, die sich der 23-Jährige selbst nicht ausgesucht hätte. Der Offensivspieler des Regionalliga-Spitzenreiters KFC Uerdingen saß nur auf der Reservebank. Eine neue Situation für ihn, gehörte Krempicki eigentlich bisher zum Stamm, er kommt in 16 Einsätzen auf 1245 Minuten, was ihn als festen Bestandteil der ersten Elf auswies. Doch als Kreativspieler ist er in der Gunst seines Trainers Michael Wiesinger gesunken. Mit hohen Erwartungen war der geborene Gelsenkirchener im Sommer vom Bonner SC gewechselt. Wiesinger gab ihm die Chance, betonte aber schon im August, Krempicki müsse den „nächsten Schritt machen.“

Ähnlich klingt der KFC-Trainer am Freitag, kurz vor dem Beginn der Rückrunde am Samstag bei der U 23 des 1. FC Köln (13 Uhr): „Die Ausbeute und das Scoring sind noch nicht genug. Er hat den Anspruch zu spielen. Auf den Kreativ-Positionen geht es auch darum, Spiele zu entscheiden. Da ist noch zu wenig Ertrag.“ Der 44-Jährige machte jedoch gleichzeitig deutlich, dass er seinen Glauben in den Offensivmann, der im letzten U 23-Jahrgang geführt wird, nicht verloren hat: „Das gehört zur Entwicklung dazu. Es hat nichts damit zu tun, dass ich einem Spieler nicht vertraue. Aber zupacken muss er selbst.“

Krempicki kommt in seinen 16 Einsätzen bisher auf ein Tor. In Strafraumnähe agiert der 23-Jährige oft noch zu ungenau, ist an den entscheidenden Szenen zu selten beteiligt. Was noch nicht ist, kann ja noch werden. Im Verdrängungskampf des Tabellenführers gelten strenge Anforderungen.

Andere haben nun die Nase vorn. Zum Beispiel Christian Müller, der nach seinem Nasenbruch mit einer Maske in Köln wieder eine Alternative wäre. Oder eben der zuletzt starke Florian Rüter.

Rüter ist ebenfalls mit hohen Erwartungen an die Grotenburg gewechselt, doch in den ersten Monaten durch Verletzungen zurückgeworfen. Wiesinger: „Er hat zurückgezahlt. Er ist agil, spritzig, gut im Anlaufverhalten.“ Mit seiner Schnelligkeit setzte der 27-Jährige schon bei seinen elf Einsätzen, acht Mal kam er dabei von der Bank, Akzente. „Sein Tempo tut uns gut. Er ist dadurch unberechenbar.“ Mit seinen Dribblings könne er Überzahlsituationen schaffen. Wiesinger will Rüter nicht auf die „Flügel zwingen“, sieht ihn eher im Zentrum hinter der Spitze: „Dort hat er seine Freiheit, kann sich freispielen.“

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