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Jurjus vs. Königshofer: Kampf ums Tor beim KFC Uerdingen ist eröffnet

3. Liga : Der Kampf ums KFC-Tor ist eröffnet

Im vierteiligen Kader-Check blickt unsere Redaktion auf die einzelnen Mannschaftsteile des Teams von Trainer Stefan Krämer. Im ersten Teil der Reihe wird die Situation der Torhüter beleuchtet.

Die Arbeiten hinter den Kulissen sind weitgehend abgeschlossen, die Mannschaft von Fußball-Drittligist KFC Uerdingen hat ein Facelifting erfahren. Sie ist jünger und – so hoffen es die Verantwortlichen – nun auch hungriger auf Erfolge. Im vierteiligen Kader-Check blickt unsere Redaktion auf die einzelnen Mannschaftsteile des Teams von Trainer Stefan Krämer. Im ersten Teil der Reihe wird die Situation der Torhüter beleuchtet.

Wie sah es zuletzt aus?

Die vergangene Saison lässt sich gut und gerne in zwei Abschnitte gliedern. Lukas Königshofer kam im Sommer 2019 an die Grotenburg, was gleichzeitig die Degradierung und Ausmusterung des bisherigen Stammtorwarts René Vollath zur Folge hatte. Der Ex-Trainer Heiko Vogel setzte auf den Österreicher, erst nach Vogels Entlassung und der Übernahme der Amtsgeschäfte durch Stefan Reisinger und Daniel Steuernagel kehrte Vollath zurück in den Rang eines gleichwertigen Mitglieds der Mannschaft. Als Herausforderer neben Robin Udegbe musste sich Vollath aber bis in den Frühsommer gedulden. Trainer war dann Stefan Krämer. Lukas Königshofer verletzte sich vor dem Wiederbeginn der Meisterschaft. Vollath ergriff die Chance und füllte seine Rolle als Nummer eins mit Überzeugung und Ausstrahlung aus. Mangelndes Selbstbewusstsein war nie ein Problem des Oberpfälzers gewesen. Folgenschwere Fehler leistete er sich nicht. Nur in einer der letzten elf Partien musste Vollath aussetzen wegen einer Muskelverhärtung. Königshofer vertrat ihn solide, musste danach aber zurück ins zweite Glied. Trainer Krämer hätte eine weitere Zusammenarbeit mit Vollath begrüßt, fand lobende Worte für den Schlussmann wie auch für Königshofer. Der Vertrag aber mit dem 30-Jährigen wurde nicht verlängert.

Wer geht?

Vollath hat den Verein in Richtung des Ligarivalen Türkgücü München verlassen. Robin Udegbe hat sich derweil dem Oberligisten SV Straelen angeschlossen. Der junge Philipp Bachmeier (21), ohnehin nie eine echte Alternative gewesen, hat dem Club ebenfalls den Rücken gekehrt. Einen Wechsel hat es derweil auch auf der Torwart-Trainerposition gegeben. Manfred Gloger erhielt keinen Anschlussvertrag. Für ihn kam Wolfgang Wimmer vom Linzer ASK, wie Königshofer ebenfalls ein Österreicher.  Geschäftsführer Nikolas Weinhart erhofft sich von ihm „neue Impulse“ im Training.

Wer bleibt?

Lukas Königshofer geht beim KFC also in seine zweite Saison. Bleibt er gesund, ist er ein gestandener und verlässlicher Schlussmann für die 3. Liga. In so mancher Partie der vergangenen Hinrunde war es der 31-Jährige, der mit Paraden seine Mannschaft vor weiteren Gegentoren im letzten Moment bewahrte. Es gab wohl nur wenige andere Positionen bei den Uerdingern, die in der Vorsaison dermaßen doppelt gut besetzt waren.

Wer kommt?

Im Niederländer Hidde Jurjus (26) kommt ein neuer Herausforderer für Lukas Königshofer nach Krefeld. Der Mann erwarb sich in den vergangenen beiden Jahren bei Zweitligist De Graafschap Doetinchem Meriten. „Er hat eine gute Saison gespielt. Wir  haben uns viele Videos von ihm angeschaut. Alle, mit denen wir über ihn gesprochen haben, haben uns zu ihm geraten“, sagt Trainer Stefan Krämer. Jurjus zeichne sich durch ein gutes Aufbauspiel aus, sein Charakter und seine Wettkampf-Mentalität seien weitere positive Merkmale des Niederländers. Seit Freitag ist er im Training der Uerdinger.

Wer hat einen Stammplatz?

Eine klare Hierarchie gebe es laut Krämer noch nicht. Der Kampf ums Tor ist also eröffnet. „Lukas und Hidde konkurrieren um Platz eins“, sagt der KFC-Trainer drei Wochen vor Beginn der Meisterschaft.

Was muss getan werden?

Der Umbau für die Position im Tor ist zum Ende gebracht. Im Schatten von Königshofer und Jurjus soll sich Nachwuchsmann Julius Paris entwickeln. „Wir sind auf der Position jetzt gut aufgestellt“, sagt Krämer.