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KFC Uerdingen: Jörn Großkopf: "Ich mache das hier anständig zu Ende"

KFC Uerdingen : Jörn Großkopf: "Ich mache das hier anständig zu Ende"

KFC-Trainer Jörn Großkopf verliert mit den Uerdingern beim VfB Hilden mit 1:3 und sieht einem nicht leichten Saisonfinale entgegen.

Krefeld. Es war wieder eine bittere Heimfahrt für die Fans des KFC Uerdingen. Und es war erneut eine nachdenkliche Heimfahrt für Trainer Jörn Großkopf. Wie vor zwei Wochen schon in Ratingen kassierte der Oberligist auch beim abstiegsbedrohten VfB Hilden eine Niederlage. 1:3 hieß es aus Krefelder Sicht. Großkopf, der im Sommer Uerdingen wieder verlassen muss, wählte wie schon nach dem 0:3 in Ratingen klare Worte, um seinen Ärger kundzutun: „Ich schäme mich für die zweite Hälfte, die wir gespielt haben. Wir haben alles vermissen lassen, was im Fußball wichtig ist, um Erfolg zu haben. Zu viele Spieler haben die Saison schon abgehakt.“

Der 49-Jährige befindet sich in der undankbaren Rolle, dass er die Spieler zwar noch drei weitere Spiele anleitet, seine Mannschaft aber offenbar nicht mehr mit Entschlossenheit mitzieht. Die Zukunft des KFC-Trainers liegt zudem auch in seiner Heimat Hamburg, wo er offenbar eine Trainertätigkeit bei einem Landesligisten beginnt. Man kann sich vorstellen, dass es auch keine einfache Zeit für Großkopf ist.

Er sagt: „Ich erwarte von Spielern, dass sie wie Sportler jedes Spiel gewinnen wollen.“ Das war zumindest nach der Halbzeit an der Hildener Hoffeldstraße nicht mehr zu sehen. Die Pausenführung, die Danny Rankl in einer ausgeglichenen ersten Hälfte erzielt hatte, war nach 62 Minuten durch Stefan Schaumburg egalisiert. Pascal Weber und noch einmal Schaumburg (72./74.) machten mit einem Doppelschlag dann den Hildener Sieg perfekt. Großkopf sagt: „Ich erwarte mehr Zusammenhalt. Einige Spieler sollten sich mal hinterfragen, ob sie hier richtig sind. Da liegen Anspruch und Realität weit auseinander.“ Einen vorzeitigen Rücktritt schließt Großkopf aus: „Ich mache das hier anständig zu Ende. So bin ich erzogen.“

Timo Achenbach, Mohamdou Idrissou und Jerome Manca fehlten verletzt. Großkopf: „Ich habe sie nicht gesehen.“ Walid Sekkour war wegen einer Magen-Darm-Krankheit nicht dabei. So kam es, dass sogar der bisher nie berücksichtige Verteidiger Georgios Efthimiou in der Startelf stand. Im Spiel verletzte sich dann auch noch Ioannis Alexiou am Sprunggelenk. Weiter befindet sich der KFC auf Trainersuche.

Unter den Zuschauern war auch der im April entlassene Coach André Pawlak. Er trainierte zuletzt den Regionalligisten SSVg. Velbert.