Oberliga: Idrissou trifft wieder — erster Heimsieg für den KFC

Oberliga : Idrissou trifft wieder — erster Heimsieg für den KFC

Der Kameruner macht mit seinem Tor den 1:0-Erfolg des KFC Uerdingen gegen SW Essen perfekt.

Krefeld. Es waren wahrlich 90 schweißtreibende Minuten, ehe der 1:0 (1:0)-Sieg des KFC Uerdingen über Schwarz-Weiß Essen perfekt war. Für die Spieler auf dem Rasen und die Zuschauer auf den Tribünen bei über 32 Grad im Schatten. Mühsam war die Arbeit mal wieder gegen einen Gegner, der im Stile des Außenseiters ein paar Verteidigungswälle vor dem eigenen Tor hochgezogen hatte.

Doch anders als im ersten Heimspiel vor einer Woche gegen Schonnebeck gab es als Lohn diesmal die drei Punkte. Dank Mohamadou Idrissou, der seinem Gegenspieler in der 35. Minute ein paar Schritte entkommen konnte und eine genaue Hereingabe des gefälligen Rechtsaußen Silvio Pagano aus kurzer Distanz am Essener Tormann Tobias Ritz vorbei in die Maschen köpfte. Sein zweiter Treffer im dritten Spiel. Das erste KFC-Heimtor in dieser Saison.

Der Jubel im Stadion war aber nicht seinetwegen besonders laut. Vielmehr war es die Erleichterung der Zuschauer, nicht wieder wie gegen Schonnebeck oder Hiesfeld vergeblich auf diesen Glücksmoment warten zu müssen. Ballbesitz und Spielkontrolle waren klar auf Seiten der Uerdinger.

Doch der letzte Pass kam in der dichten Hälfte der Essener irgendwie nicht an. Torchancen gab es in den ersten 30 Minuten keine, auch wenn es der KFC zuweilen über die Flügel versuchte, wobei Silvio Pagano auf seiner rechten Seite aktiv war. So hätte der Italiener nach der Pause mit seiner Vorlage auf Idrissou beinahe das 2:0 aufgelegt, doch der Kameruner brachte den Ball nicht im Tor unter.

Es folgten noch einige Szenen, in denen die Uerdinger eine vorzeitige Entscheidung des Spiels ausließen und so die Nerven der Zuschauer strapazierten, auch wenn die Machtverhältnisse auf dem Rasen klar für den KFC sprachen. Armand Drevina, der den angeschlagenen Fabio Fahrian im defensiven Mittelfeld ersetzte, schoss den Ball nach einer Hereingabe Achenbachs weit übers Tor.

Die spielerisch limitierten Gäste brachten die Krefelder aus dem Spiel heraus zwar nicht in große Gefahr, der knappe Vorsprung löste aber die eine oder andere Befürchtung bei den 1926 Besuchern aus. Vor allem, als der KFC-Torwart Daniel Schwabke nach einem Versuch aus dem Getümmel doch einmal ins linke untere Eck abtauchen musste.

„Wir sind gut aus der Halbzeit gekommen. Solange der Wille aber nicht gebrochen ist, kann jeder Gegner zurückkommen. Beim 2:0 hätten wir früher Ruhe gehabt“, sagte KFC-Trainer Michael Boris. Zwei Tage haben seine Fußballer nun frei. Dann beginnt die Vorbereitung auf das Topspiel in Wuppertal am kommenden Sonntag.

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