Grotenburg: Architektenbüro Albert Speer und Partner leitet Sanierung

KFC Uerdingen : Stadionexperten gewinnen Ausschreibung zur Sanierung der Grotenburg

Ein renommiertes Architektenbüro wird die Umbauarbeiten am Stadion des KFC Uerdingen leiten. Das Unternehmen war auch an der Münchner Allianz-Arena oder an der WM-Bewerbung von Katar beteiligt.

Die Entscheidung ist gefallen: Im Rahmen der Ausschreibung zur Sanierung der Grotenburg hat die Stadt Krefeld das Architektur- und Planungsbüro Albert Speer und Partner als Generalunternehmer ausgewählt. Das Ergebnis wurde am Freitag offiziell von der Stadt verkündet. Die Architekten mit Sitz in Frankfurt am Main sind Stadionexperten. Sie haben in den vergangenen Jahren weltweit die Standortbestimmung und Bauleitung für Arena-Neubauten übernommen.

Sie führten beispielsweise die Standortsuche für die Allianz-Arena des FC Bayern München durch. Dazu erstellten das Büro auch ein Nutzungskonzept für das Nachwuchsleistungszentrum des deutschen Fußball-Rekordmeisters. Aktuell sind die Experten auch an der Ausarbeitung der Pläne für ein neues Nachwuchsleistungszentrum des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt beteiligt. Und auch weltweit hat sich das Büro einen Namen gemacht und beispielsweise die Bewerbungsunterlagen des Landes Katar für die Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2022 ausgearbeitet.

Das Stadion soll für 10,5 Millionen Euro umgebaut werden

Die Planer aus Frankfurt waren bereits mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Sanierung der Grotenburg beauftragt worden. Das Stadion soll in den kommenden Monaten für rund 10,5 Millionen Euro drittligatauglich gemacht werden. Aktuell dürfen in der altehrwürdigen Sportkampfbahn aufgrund von Bau- und Sicherheitsmängeln keine Spiele ausgetragen werden. Der KFC Uerdingen muss deshalb seine Spiele in der Düsseldorfer Merkur-Spielarena austragen und zahlt dafür rund 1,5 Millionen Euro pro Saison.

Derweil gehen die von der Ausschreibung ausgenommenen Sanierungsarbeiten an der Grotenburg weiter. Seit dieser Woche werden rund 290 Quadratmeter Glasfassade an den Seitenwänden der Haupttribüne ausgetauscht. Das eingesetzte Drahtglas ist nicht mehr zulässig und wird durch Verbundsicherheitsglas ersetzt. Insgesamt müssen auf beiden Seiten der Haupttribüne 110 Gläser ausgetauscht werden. Die Arbeiten sollen nach Angaben der Stadt mindestens drei Wochen dauern.

Zudem teilte die Stadt am Freitag mit, dass derzeit eine EU-weite Ausschreibung für die Beton-Instandsetzungsarbeiten an der Nord-und Haupttribüne vorbereitet werde. Diese Arbeiten sollen im März beginnen.

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