KFC : Schorch – der sanfte Anführer

Eine Auszeit hat sich der verletzte Kapitän Mario Erb nicht genommen. Der 28-Jährige, der mit einem gebrochenen Schienbeinkopf voraussichtlich bis Januar ausfallen wird, hat schnell den Kontakt zu seiner Mannschaft gesucht, und die Mannschaft zu ihm.

KFC-Trainer Stefan Krämer sagt: „Das Team war erleichtert, dass es nur der Schienbeinkopf ist und nicht das Kreuzband. Mario war schon wieder beim Training der Mannschaft.“ Nur aufs Feld führen, kann Erb sein Team in den nächsten Wochen nicht. Diese Aufgabe wird solange Co-Kapitän Christopher Schorch übernehmen – das erste Mal am Samstag im Heimspiel gegen Carl Zeiss Jena.

Der Mann aus Halle an der Saale steht im Range eines ehemaligen Bundesligaspielers und Profis von Real Madrid, was ihm teamintern ein hohes Ansehen verschafft. Schorch besitzt das Gardemaß eines Innenverteidigers von 1,90 Meter, seine Kopfballstärke ist verbürgt, wie Erb ist er ein exzellenter Zweikämpfer im Strafraum. Krämer: „Sein Wort hat Gewicht.  Christopher ist in den Spielerrat gewählt worden, mit Abstand die meisten Stimmen. Er wird ohne Probleme die Führungsrolle einnehmen.“

Am Umgangston in der Kabine wird sich nichts ändern

Und auch in der Kabine, so sagt es Krämer, gebe es keinen großen Unterschiede im Umgang mit der Mannschaft zwischen Erb und Schorch, auch was die Qualitäten als Anführer angeht: „Beide sind bemüht, den großen Kader zusammenzuhalten, auch die Spieler, die wenig spielen, einzubinden. Es herrscht ein stets respektvoller Umgang in der Kabine. Auch Schorch ist total empathisch.“ In der Ansprache wird sich also nicht viel ändern. Erb wie Schorch kann man als sanfte Anführer bezeichnen. Keine Lautsprecher, keine Windmacher. Immer die funktionierende Gruppe im Auge. Und Mario Erb kann sich abseits des Platzes weiter um die kleinen Belange der Mannschaft kümmern.

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