KFC Uerdingen: Ein neuer KFC-Fanclub nur für Frauen

KFC Uerdingen : Ein neuer KFC-Fanclub nur für Frauen

Nicole Luven-Nitsch hat die Uerdinger Wildcats, ein KFC-Fanclub nur für Frauen, gegründet, die bereits 52 Mitglieder zählen.

Wer davon ausgeht, in der heimischen Grotenburg unter den Fans nur Männern über den Weg zu laufen, liegt falsch. Jetzt gibt es sogar einen neuen KFC-Fanclub, in dem nur Frauen zugelassen sind: die Uerdinger Wildcats.

Die Gründerin hat dafür einfache Gründe. Sie wollte dem Fanclub ihres Gatten beitreten, der allerdings nur für Männer ist. Die prompte Reaktion von Nicole Luven-Nitsch: „Dann gründe ich halt meinen eigenen Fanclub, nur für Frauen.“ Was als Witz begann, ist schon jetzt eine beliebte Anlaufstelle für weibliche KFC-Fans: „Ich habe nach der ersten Überlegung mal in die KFC-Family-Gruppe auf Facebook geschrieben, ob denn überhaupt jemand Interesse an einem Frauenfanclub hätte. Die Resonanz war gigantisch. Schon nach einem Tag haben sich über 40 Frauen gemeldet, die Teil davon werden wollen“, erzählt Luven-Nitsch.

Mittlerweile sind es 52 Mitglieder im nicht eingetragenen Verein. Das Ziel ist es, eine Gruppe zusammenzustellen, die Lust auf Uerdingen hat und regelmäßig zu Spielen gehen will. Die Gründerin will dabei alles ganz ruhig angehen lassen: „Ich habe ja selber gar keine Erfahrung und will nichts Verbindliches aus der Aktion machen. Jede Frau, die Fan vom KFC ist, ist uns willkommen.“ Das zeigt die Zusammenstellung der Uerdinger Wildcats. Das jüngste Mitglied ist 19, das älteste 72.

Am Samstag fand das erste Treffen der Gruppe statt. Das Erstaunliche: Die Stimmung war ausgelassen, und es gab viel zu erzählen, obwohl die Frauen sich vorher nicht kannten. „Es ist toll, wie das Ganze harmoniert. Wir haben uns alle noch nie gesehen, und trotzdem verstehen wir uns super“, sagt die euphorische KFC-Anhängerin, die seit ihrer Jugend in die Grotenburg geht.

Über das Klischee, dass Fußball ein Männersport ist, kann Luven-Nitsch nur lachen. Sie selbst hatte allerdings nie damit zu kämpfen. „In meinem Laden rede ich mit den Männern eigentlich nur über Fußball. Auch in der Facebook-Gruppe in die ich meine Fanclub-Anfrage geschickt habe, kam sofort viel Unterstützung von Männern, die uns T-Shirts machen wollten oder Ähnliches.“ Für die Zukunft ist noch nichts Festes geplant, doch die Vorsitzende kann sich gut vorstellen, mit ihrem neuen Anhang zum Saisonauftakt mit einem Bus nach Duisburg zu fahren.

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