Fußball : KFC: So steht es um die U 23-Spieler

Sechs Fußballer, die in die Startelf des Fußball-Drittligisten wollen: Da ist mal mehr, mal weniger Geduld gefragt.

Sie sind die Männer mit Perspektive. Die Versprechen für die Zukunft bei Fußball-Drittligist KFC Uerdingen. Sechs Spieler, die unter die U 23-Regel fallen. Pro Spiel müssen laut Reglement immer vier Spieler im Kader stehen, die am 1. Juli der jeweiligen Spielzeit das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, zudem für eine deutsche Auswahlmannschaft spielberechtigt sind.

Nach der Aussortierung von Lukas Schelenz sind dies beim KFC noch Tim Schneider, Robin Benz, Jan Holldack, Johannes Dörfler, Patrick Pflücke und Maurice Litka. Die WZ hat einen näheren Blick auf die Entwicklungen und Erwartungen an die Spieler geworfen.

Tim Schneider

Der Ersatztorwart ist die Nummer drei in der Rangfolge nach René Vollath und Robin Benz. Mit 21 ist er für einen Torwart in dieser Klasse noch sehr jung. Er ist immer dabei im Training, wird aber viel Geduld mitbringen müssen. Allein von der U 23-Regel kann er nicht profitieren. Sowohl er als auch Robin Benz fallen unter diese Grenze.

Robin Benz

Bei den Pokalspielen in Berghausen, Süchteln und Baumberg stand er im Tor. In Baumberg wackelte er in der einen oder anderen Szene. Nervosität merkte man ihm da an. Auch im Heimspiel gegen Jena vertrat er Vollath, blieb ohne größeren Patzer. Trainer Stefan Krämer sagt: „Er ist sehr trainingsfleißig, ein guter Fußballer und sehr guter Torwart. Er nimmt eine gute Entwicklung.“

Jan Holldack

Der Mann für die rechte Außenbahn kam bereits auf zwölf Einsätze, meistens aber nur von kurzer Dauer. Ein Spieler, der viel Athletik aus seiner Zeit in England mitbringt, sehr dynamisch wirkt. Trainer Krämer lobt seine Flanken und Standards, kann ihn sich auch als Achter halbrechts vorstellen: „Er ist ein Mentalitätsspieler mit guten Vorlagen. Ein Kämpfer und Renner.“

Johannes Dörfler

Er ist derjenige, der mit seinem Sololauf vorbei an drei Mannheimern die Tür zur 3. Liga für den KFC im vergangenen Mai weit aufstieß. Sein Tempo besticht. Kommt er einmal in Fahrt, ist er nur noch schwer zu halten. Für Krämer ein „Megatalent“, dem man allerdings seine Jugendlichkeit mit 22 Jahren noch anmerkt: „Er muss noch ein bisschen ernster werden, noch ein bisschen professioneller. Dann hat er ein mega Potenzial.“

Patrick Pflücke

Im September kam der gebürtige Dresdner von Borussia Dortmund. Der Offensivspieler hat ein gutes Gespür für Räume und zwischen den Linien. Krämer: „Am Anfang hat er sich schwer getan. Jetzt entwickelt er sich prima. Er ist auf einem sehr guten Weg. In Wiesbaden hatte er schon großen Anteil an unserem Sieg.“

Maurice Litka

Die Leihgabe des FC St. Pauli war lange verletzt, hing mit seinem Trainingsrückstand immer etwas hinterher. Die Luft reichte nur für kurze Einsätze. Die Vorbereitung auf die Rückserie wird ihm gut tun. Beim 2:0-Sieg in Cottbus ließ er schon sein Können aufblitzen. Ballsicher, starker linker Fuß, gutes Dribbling. Auch er wird sich im Frühjahr ins Schaufenster stellen wollen. Entweder für eine Weiterverpflichtung in Uerdingen oder eine Rückkehr zum Zweitligisten St. Pauli.

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