DFB-Pokal - Chapeau, lieber KFC Uerdingen

DFB-Pokal : Chapeau, lieber KFC

Diszipliniert und kampfstark zeigten sich die Uerdinger im Spiel gegen den BVB. Genau die Tugenden, die es braucht, um ein Stadion hinter sich zu bringen.

Stehende Ovationen zur Halbzeit, nachdem das 0:0 gegen den BVB gehalten wurde und Stolz auf den Rängen nach dem Abpfiff trotz der knappen Niederlage: Auftrag erledigt könnte man sagen.

Der KFC hat Werbung für sich gemacht – auf und abseits des Platzes. Denn auch die Organisation rund ums Stadion funktionierte reibungslos. Stadionbesucher, die wie vom Verein vorab gewünscht früh anreisten, konnten einen entspannten Fußballabend erleben. Kaum vorstellbar, dass am 1. Spieltag in der 3. Liga gegen Halle noch ein Chaos sondergleichen vor den Toren des Stadions herrschte und viele Besucher von einem erneuten Stadiongang abschreckte.

Die, die am Freitagabend in Düsseldorf waren, wurden wahrlich nicht enttäuscht. Daran gilt es für den KFC anzuknüpfen, um endlich auch in der Saison mehr Fußballfans in die ungeliebte Ausweich-Arena zu locken. Mikhail Ponomarev wollte den Umzug von Duisburg nach Düsseldorf auch, um aus seiner Sicht ein anderes Publikum anzusprechen. Konstante Leistungen auf dem Platz und möglichst attraktive Angebote dürften schlussendlich für einen deutlich höheren Zuschauerschnitt sorgen, als im Vorjahr (4164). Der Pokalabend könnte eine Initialzündung sein.

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