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Der KFC und die magische Zahl Drei

3. Liga : Der KFC und die magische Zahl Drei

Fußball-Drittligist kann Sonntag in Lübeck in die Spitzengruppe vorstoßen

Auch mit seinen 73 Jahren lässt Karl-Heinz Krahn noch nicht locker. Er begleitet seinen KFC Uerdingen egal wohin es geht. Dazu gehören für den Kultfan natürlich auch regelmäßige Besuche am Trainingsgelände des Fußball-Drittligisten am Löschenhofweg. Auch an diesem kühlen November-Mittag. Mit Mundschutz, Rollator und einer Broschüre in der Hand begrüßt und verabschiedet der Zaungast, der wegen seiner durchdringenden Stimme als „Stimme der Grotenburg“ bekannt geworden ist, jeden Besucher, der durch das eiserne Tor Einlass zur Sportanlage findet oder diese verlässt.

 Siegessicher ist er seit jeher. Am Fortschritt seines KFC lässt er keinen Zweifel. Für das Auswärtsspiel am Sonntag beim VfB Lübeck sagt er daher einen 3:0-Erfolg voraus. „Das müssen die, um bald in einen positiven Bereich zu kommen.“ Das heißt: Aus einem noch negativen Torverhältnis soll am Sonntag ein mindestens ausgeglichenes von 10:10 Toren werden.

Drei Tore also, drei Punkte, drei Siege in Folge? Die Zahl Drei hat zumindest vor dem Gastspiel im Lübecker Stadion an der Lohmühle aus Uerdinger Sicht eine fast schon magische Bedeutung bekommen. Und dann noch das: Gelingt es der Mannschaft von Trainer Stefan Krämer gegen den VfB erneut, kein Gegentor zuzulassen, wäre das auch schon eine Miniserie von drei Partien und würde die aktuelle gute Entwicklung der im Sommer neuformierten Mannschaft noch einmal untermauern. Denn auch in den vorangegangenen beiden Partien in Duisburg (2:0) und daheim gegen den 1. FC Saarbrücken (1:0) hielten sich die Krefelder schadlos. „Wir haben zuletzt kaum hochkarätige Torchancen zugelassen. Das ist das, was mich interessiert. Es war eine Topleistung der gesamten Mannschaft. Das bildet die Basis“, zeigt sich Trainer Krämer von der Formkurve erfreut: „Zehn Punkte aus fünf Partien sind schon ein Fingerzeig. Es ist eine Entwicklung, die wir dem Team zugetraut haben.“ Gut möglich auch, dass der KFC-Coach am Sonntag ab 14 Uhr auch zum dritten Mal in Folge die fast identische Startformation wählt.

Das Tabellenbild interessiere ihn derzeit nicht, erklärt Stefan Krämer, auch wenn seine Mannschaft am Sonntag mit einem Sieg wieder in die Spitzengruppe der 3. Liga vorstoßen könnte. „Es gibt in dieser Liga kein Oben und Unten. Die Unterschiede sind nicht groß. Man muss jede Woche ans Limit kommen, “, sagt er. Und der nächste Gegner Lübeck, ein Aufsteiger, der zuletzt gegen Viktoria Köln seinen ersten Saisonsieg (2:0) feierte und im Heimspiel den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze halten will? „Sie haben viele gestandene, erfahrene Spieler, sind sehr lauf- und zweikampfstark. In diesen Bereichen müssen wir mindestens gleichauf sein“, fordert Krämer.