Der KFC fährt zum Geheimtipp der Liga

Der KFC fährt zum Geheimtipp der Liga

niederrheinliga Morgen gastieren die Krefelder beim TV Jahn Hiesfeld in Dinslaken. Einsatz von Igor Bendovskyi steht auf der Kippe.

Krefeld. Dank des sehr guten Saisonstarts mischt der KFC Uerdingen im Aufstiegsrennen der Fußball-Niederrheinliga weiter kräftig mit. Der jüngste 2:1-Heimerfolg gegen Sonsbeck hat erneut gezeigt, dass der KFC in brenzligen Situationen ihre individuelle Klasse in die Waagschale werfen, was in der Vergangenheit nicht selbstverständlich war. Diesmal avancierte Verteidiger Michael Lorenz zum Matchwinner.

Oberhausen, Turu Düsseldorf und der KFC liefern sich weiter einen Dreikampf. Doch auch Krefelds morgiger Gegner TV Jahn Hiesfeld könnte nach Einschätzung von Co-Trainer Ralf Kessen bald oben mitmischen: „Ich traue Hiesfeld die gleiche Rolle zu wie dem VfB Homberg in der vergangenen Saison. Die Hiesfelder freuen sich auf eine mitspielende Mannschaft wie uns.“ Den späteren Aufsteiger aus Homberg hatte in der vergangenen Saison lange Zeit niemand auf dem Zettel.

Der Ex-Profi Kessen (FC Remscheid in der Zweitliga-Saison 1991/92) warnte vor einem spielstarken Team, das sich im Sommer auf einigen Positionen verstärkt hat. Beim KFC fehlt weiter Linksverteidiger Bastian Pinske (Reha). Hinter Igor Bendovskyi (Knieprobleme) steht ein Fragezeichen. Dafür könnten Malte Flock und Sven Kegel auf der linken Seite auflaufen. Gut möglich, dass bald eine weitere Alternative zur Verfügung steht. Der Ex-Uerdinger und vertragslose Said Daftari will sich beim KFC bis zur Winterpause „fit halten“, um dann ein Engagement in Australien anzustreben, hieß es. Ein Sonderlob holte sich Uerdingens Sechser Stefan Hoffmann ab: „Er hält den Laden zusammen. Stefan ist ein hochintelligenter Fußballer, der nahezu keine Fehlpässe spielt“, sagt Kessen.

Ist die Hürde bei den „Veilchen“ genommen, kommt es am Freitag zum Top-Spiel gegen Düsseldorf, das gestern Goch mit 5:1 (1:1) abgefertigt hat, dabei allerdings Mittelfeldmotor Stephan Bork verlor. „An Turu dürfen wir noch keinen Gedanken verschwenden“, sagt Kessen.

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