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Oberliga Niederrhein: Das sind die Schwachstellen beim KFC

Oberliga Niederrhein : Das sind die Schwachstellen beim KFC

Drei Spieltage noch — doch die Planungen für die neue Spielzeit laufen. Personell wird es einige Veränderungen geben.

Krefeld. Der KFC Uerdingen hat seine Fenster ein stückweit geöffnet — und damit der Öffentlichkeit einen Blick in die Zukunft gewährt. Drei Spieltage vor Saisonende, in der es für die Krefelder nur noch um gute Haltungsnoten geht, hat der Oberligist sein Gerüst für die kommende Spielzeit präsentiert.

Wie die WZ vor wenigen Wochen berichtet hatte, handelt es sich um Akteure, die sich in der Amtszeit von Trainer Jörn Großkopf bewährt haben. Sebastian Hirsch, Kris Thackray, Patrick Ellguth, Danny Rankl, Pascal Schmidt, Timo Achenbach und das Eigengewächs Marvin Matten sind für die neue Mannschaft vorgesehen. Um sie herum soll ein neues Team entstehen. Auf bestimmten Positionen aber gibt es Verbesserungsbedarf. Die WZ stellt die Schwachstellen vor.

Nur Winter-Zugang Danny Rankl konnte in den zurückliegenden Wochen überzeugen. Allein den Toren des 27-Jährigen ist es zu verdanken, dass die Uerdinger überhaupt punkten. Darko Anic, der in der Hinrunde noch Pluspunkte sammeln konnte, ist nach der Winterpause abgetaucht. Takehiro Kubo kam in der gesamten Saison nicht über eine Reservistenrolle hinaus. Dabei hat der Japaner das Ziel, höherklassig zu spielen. Ex-Profi Mohamadou Idrissou bleibt mit seinen neun Treffern in 22 Einsätzen hinter den Erwartungen, fiel zudem mit zwei Platzverweisen und Eskapaden auf.

Die linke Seite war über die gesamte Saison ein Experimentierfeld. Kubo, Florian Abel, Darko Anic, Jerome Manca — um nur ein paar Kandidaten zu nennen — versuchten sich über den Flügel. Der Druck auf die gegnerische Linie oder Torgefahr waren jedoch, verglichen mit der rechten Seite, eher schwach. Das KFC-Spiel blieb damit zu berechenbar. Spielzüge, die zu Toren führten, waren die Seltenheit.

Weder Florian Abel, noch der im Winter geholte Pascal Schmidt konnten das Vakuum füllen, das in der Zentrale besteht. Abel verlässt den Club, wechselt zum Landesligisten SV Sonsbeck, Schmidt hat noch Vertrag. Schon vor Wochen sagte der scheidende Sportliche Leiter Horst Riege, dass ein Zehner, ein Spielgestalter, gesucht wird. Insgesamt muss aus dem Mittelfeld viel mehr Torgefahr entstehen.

Mit Silvio Pagano plant der KFC nicht mehr. Das ist ein Ausrufezeichen in diesen Tagen, war der Italiener doch mit sieben Treffern und sechs Vorlagen der beste Scorer im KFC-Dress und Aktivposten auf der rechten Seite. Sportliche Gründe können nicht den Ausschlag gegeben haben. Wegen der Beleidigung eines FVN-Offiziellen ist Pagano noch bis Saisonende gesperrt. Auch hier muss ein also ein neuer Mann her.

Daniel Schwabke ging als Stammtorwart in die Saison, doch unumstritten war der 26-Jährige nie. Der eine oder andere Fauxpas unterlief auch ihm. Er wirkte unsicher. Seit März ist Schwabke verletzt und krank geschrieben. Ersatzmann Ahmet Taner entpuppte sich als Rückhalt. Ein zweiter gestandener Mann muss aber kommen. Schwabke spielt in den Planungen der Uerdinger keine Rolle mehr.