Fußball: Das Offensiv-Quartett hat sich bewährt

Fußball : Das Offensiv-Quartett hat sich bewährt

Beister, Rodriguez, Aigner und Krempicki bilden auch am Sonntag gegen Spitzenreiter Osnabrück die erste Angriffslinie des KFC.

Sie sind schnell, sie sind laufstark und haben in den jüngsten beiden Spielen im Verbund ihre Bedeutung für Drittligist KFC Uerdingen unterstrichen. Die Rede ist von Maximilian Beister, Roberto Rodriguez, Stefan Aigner und Connor Krempicki. Sie bildeten im Pokal in Essen und in Lotte die erste Angriffslinie. Zwar waren es insgesamt gute Mannschaftsleistungen, die den Unterschied machten, doch war es auch dieses Quartett in der Offensive, das den Gegner früh unter Druck setzte, zu Fehlern zwang und auch gleich selbst zuschlug.

Das Quartett hat sich bewährt, auch ohne den Mittelstürmer Adriano Grimaldi, der lange in der Rückrunde verletzt fehlte und seit dem vergangenen Spiel in Lotte wieder bis Saisonende in den Krankenstand gerückt ist. Die Option eines Stoßstürmers im gegnerischen Strafraum fällt damit erst einmal weg. Doch hat man in den vergangenen beiden Spielen gesehen, dass es beim KFC auch mit der feinen Klinge geht. Seien es die Dauerläufer Aigner oder Krempicki oder auch die Dribbler und Vorbereiter wie Rodriguez und Beister. Durch das insgesamt bessere Arbeiten im Team können auch die Offensiven besser in Szene gesetzt werden. „Es hat vorne gepasst“, sagt Trainer Frank Heinemann.

Bisher war der Ballschlepper Krempicki nicht als Vollender in Erscheinung getreten. In Essen mit einem Abstauber oder auch in Lotte mit einem Fernschuss ins Tor aber konnte man auch an ihm ablesen, was der Pokalsieg und die starke erste Hälfte mit ihm und der Mannschaft gemacht hat. „Es hat uns beflügelt“, sagt Heinemann vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den souveränen Tabellenführer VfL Osnabrück. Setzt man einen kriselnden Gegner wie die Sportfreunde Lotte unter Stress, dann klappen auf einmal auch mal drei Treffer in einer Hälfte, dann laufen die Dinge auch mal wieder in die richtige Richtung aus Uerdinger Sicht.

Heinemann: „Es ist schön, gegen den Tabellenersten zu spielen“

Einzelne Akteure will Heinemann nicht hervorheben. Durch die Langzeitverletzten Adam Matuschyk und Grimaldi ist der Kader ohnehin noch einmal kleiner geworden. Die übrigen Ausfälle wie René Vollath, Robin Udegbe und Ali Ibrahimaj stehen auch in naher Zukunft noch nicht zur Verfügung. Mario Erb fehlt mit Gelbsperre. „Alle tragen hier dazu bei. Es ist am Ende immer ein Team. Die, die reinkommen, müssen sofort übernehmen“, sagt Heinemann, der eine wichtige Beobachtung anspricht bei Treffern der eigenen Mannschaft: „Die Bank geht mit.“

Der VfL Osnabrück ist in dieser Saison das Vorbild für die Liga an Teamgeist und Geschlossenheit. Als Mannschaft überzeugen die Niedersachsen. Individuell vielleicht nicht die beste Mannschaft der Liga, doch meistens mit dem letzten Wort in einem engen Spiel. „Sie werden nie nervös und strahlen eine Selbstsicherheit aus. Sie haben immer noch Leute auf der Bank und stehen defensiv sehr gut“, sagt Heinemann über den kommenden Gegner, der dem KFC alles abverlangen dürfte. Die Uerdinger werden eine ähnlich gute Teamleistung wie zuletzt brauchen, um zu bestehen. Der VfL, trainiert von Daniel Thioune, war zu Saisonbeginn noch nicht als der große Aufstiegsanwärter gelistet worden, wuchs in diese Rolle erst hinein. Seit dem neunten Spieltag führen sie mit einer kleinen Unterbrechung am 19. Spieltag die Tabelle an. „Wir freuen uns auf den Tabellenführer. Das Stadion wird voller sein. Die Voraussetzungen sind optimal. Wir wollen nachlegen. Es wird schwer, aber es ist schön gegen den Tabellenersten zu spielen“, sagt Heinemann. Der große Druck ist erstmal gewichen beim KFC, der acht Punkte vor der Abstiegsregion liegt.

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