Das alte Bayer-Duell lebt wieder auf

Das alte Bayer-Duell lebt wieder auf

Um 19 Uhr tritt am Dienstag der Bundesligist Bayer Leverkusen im Grotenburg-Stadion an.

Krefeld. Erinnerungen werden bei allen KFC-Fans wach, wenn sie den Namen des Pharmakonzerns Bayer hören. Im Jahre 2009 spielt der einstige Fußball-Bundesligist KFC Uerdingen in der sechsten Liga, der Niederrheinliga. Der Niedergang des ehemaligen Werksklubs aus Uerdingen ist auch mit dem Rückzug des Bayer-Konzerns Mitte der neunziger Jahre begründet.

Wenn heute, 19 Uhr, der KFC auf den großen Bruder aus Leverkusen trifft, dann spielt für viele Fans diese Erinnerung noch immer eine große Rolle. Aber auch die zahlreichen brisanten Duelle der beiden "Werks-Mannschaften", vor allem in den achtziger und neunziger Jahren, sind noch längst nicht in Vergessenheit geraten.

Das letzte Aufeinandertreffen zwischen Bayer Leverkusen und dem KFC Uerdingen fand am 31.Spieltag der Saison 1995/96 statt. In der Grotenburg setzte sich Uerdingen mit 3:0 gegen Leverkusen durch.

Marek Lesniak, Horst Steffen und Heiko Laessig trafen für den KFC im letzten Duell gegen Bayer in einem Wettbewerb - vielleicht für immer. Das Ergebnis hatte allerdings nur noch statistischen Wert, denn Uerdingen stieg aus der Bundesliga ab und kam nie mehr zurück.

Leverkusen entkam dem Abstieg am letzten Spieltag gegen Kaiserslautern und avancierte in den Folgejahren zur Spitzenmannschaft in der Bundesliga. 13 Jahre ist das nun her. Heute treffen die beiden Klubs in der Grotenburg wieder aufeinander. Diese Begegnung hat eigentlich rein freundschaftlichen Charakter. Die Labbadia-Elf tritt kostenlos in Krefeld an.

KFC-Boss Lakis und Bayer-Sportchef Rudi Völler sind eng befreundet und konnten diese Partie arrangieren. Eine gute Gelegenheit für beide Teams, dem drögen Trainingsalltag zu entkommen. Leverkusen wird zwar auf seine deutschen Nationalspieler verzichten, aber immer noch eine namhafte Mannschaft stellen. Alle Fußball-Interessierten sollten sich die Chance nicht entgehen lassen, den attraktiven Bundesligisten zu sehen.

Auch in der Grotenburg bleibt man in Sachen Eishockey und Pinguine auf dem Laufenden.

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