Das Ailton-Fieber in Krefeld steigt

Das Ailton-Fieber in Krefeld steigt

Autogrammstunde: Der Neuzugang des KFC schreibt eifrig Autogramme. Sein Boss Lakis denkt schon über weitere Einkäufe nach.

Krefeld. Auf seinem T-Shirt steht der Spruch: Impossible is nothing (Nichts ist unmöglich). Der Slogan des Sportartikelherstellers adidas beschreibt den überraschenden Transfer des früheren brasilianischen Bundesliga-Helden zum KFC Uerdingen recht gut.

Als der neue Popstar des Krefelder Fußball-Niederrheinligisten am Donnerstag durch die Glastür die Sportabteilung der Galeria Kaufhof betritt, stehen schon etwa 100 Fans Spalier, um ihrem Idol zum ersten Mal gegenüberzutreten. Ailton zum Anfassen - so lässt sich die Präsentation seines neuen Schützlings durch Mäzen und Vereinsboss Agissilaos "Lakis" Kourkoudialos in Worte fassen. Der Büdericher Unternehmer mit griechischer Abstammung ist sichtlich stolz auf seinen großen Fang.

Was erwarten die Fans eigentlich vom Ballkünstler vom Zuckerhut? "Ich hoffe, dass er die Leistung bringen kann. Er wird der neue Publikumsliebling sein. Vielleicht schießt er ja die nötigen Tore für den Aufstieg", sagt Christian, der sich mittlerweile in die lange Schlange der Autogrammjäger eingereiht hat. Einige Meter weiter hinten steht Julian: "Ich besuche dieselbe Schule wie KFC-Spieler David Machnik. Ich hoffe, dass Ailton lange bleibt und den jungen Spielern in der Mannschaft beibringt, wie man Fußball spielt", scherzt der junge Schlachtenbummler.

Es gibt aber auch andere Stimmen, die Zweifel anmelden: "Ich glaube nicht, dass er die Motivation mitbringt, um dauerhaft in der sechsten Liga zu spielen. Ich denke, dass Ailton frühzeitig den Verein verlässt. Sobald er ein anderes lukratives Angebot bekommt, ist er weg", sagt Mustafa.

Während einige Fans mit dem 36-jährigen "Kugelblitz" vor den Kameras posieren und Autogramme einheimsen, antwortet der Mann, der den Coup möglich machte, auf die Fragen des Moderators: "Es tut mir auch gut, den treuen Fans des KFC eine Freude zu machen. Ich will was haben - da bin ich wie ein kleines Kind", sagt Lakis ins Mikrofon. Dafür erntet er prompt Jubel und Applaus. Am Nachbartisch reservieren Fans schon die ersten Ailton-Trikots mit der Rückennummer "10", die der Brasilianer zukünftig tragen wird.

Dann gibt der Neuzugang ein Versprechen ab, das vor allem die jungen Fans der Freikartenaktion freuen dürfte: "Ich werde am Sonntag gegen Solingen im Stadion sein. Erst danach fliege ich zurück nach Brasilien." Auch Lakis hat noch ein Schmankerl für die Anwesenden. Mindestens zwei bis drei Neue wolle er noch verpflichten. Genannte Kandidaten wie Boris Zivkovic, Benny Baltes und Oliver Neuville nannte er interessant.

Klar ist, dass Ailtons Kinder die Internationale Schule in Düsseldorf besuchen sollen. "Wir versuchen daher, einen Wohnort irgendwo zwischen Düsseldorf und Krefeld zu finden", sagt Geschäftsstellenleiter Lutz Spendig.

Am Freitag geht der Rummel um Ailton auf dem Krefelder Weihnachtsmarkt (ab 16 Uhr) weiter. Ailton, Teil drei.

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