KFC Uerdingen Darum will Großkopf beim KFC bleiben

Der Trainer baut an einer Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. Am Sonntag kommt TuRu Düsseldorf in die Grotenburg.

KFC Uerdingen: Darum will Großkopf beim KFC bleiben
Foto: Archiv Dirk Jochmann

Krefeld. Der Hamburger Jörn Großkopf wohnt derzeit in Uerdingen. Und das würde der 49-Jährige auch gerne über den Sommer hinaus — um beim KFC Uerdingen als Cheftrainer zu arbeiten. Das unterstreicht der Fußballlehrer am Freitag im Gespräch mit unserer Zeitung. Noch ist keine Entscheidung gefallen, ob Großkopf in der nächsten Saison mit dem Team um den Aufstieg in die Regionalliga kämpfen soll.

Der Verein hält sich bedeckt. Nicolas Weinhart, Geschäftsstellenleiter und eingebunden in die internen Abläufe, sagt: „Es gibt in dieser Hinsicht nichts Neues zu sagen.“ Der Sportliche Leiter Horst Riege ergänzt die Clublinie: „Ich möchte zu dieser Sache nichts sagen.“

Für Großkopf, der das Etikett Traditionsverein hervorhebt, ist der Job beim KFC eine große Chance. Ein Club mit wenn auch angestaubter Bundesliga-Geschichte. Aber immer noch ein Name im Gedächtnis der Fußballgemeinde — selbst wenn es morgen nur gegen TuRu Düsseldorf in der Grotenburg geht (15 Uhr).

Aber keinesfalls sieht der Mann aus dem Norden die Station als Plattform oder gar nur als Sprungbrett. Er sagt: „Es geht mir um den Beruf. Ich habe hier gute Bedingungen zum Training und der Arbeit. Ich befinde mich nicht auf der Durchreise. Ich bin jetzt hier.“ Dass der KFC für Oberliga-Verhältnisse finanziell sehr gute Rahmenbedingen bietet, ist ohnehin kein Geheimnis. Investor und Vorstandsmitglied Mikhail Ponomarev will mit dem Verein weit nach vorne.

Schon seit mehreren Wochen beobachtet der KFC-Trainer die Mannschaft, ihre Charaktere — immer in Hinblick auf die Ziele der Zukunft. Er stellt das Team nicht bloß auf, er konzentriert sich nicht einfach nur auf das Tagesgeschäft, er sichtet, er schaut genau hin, wer sich für die Aufgabe im nächsten Jahr anbietet und wer nicht.

Großkopf denkt voraus und plant. Er sagt: „Man muss eine gute Mannschaft zusammenstellen. Eine Mischung aus erfahrenen und jungen, hungrigen Typen, die sich von einer Niederlage nicht entmutigen lassen. Zudem müssen die Spieler sich mit dem Verein identifizieren.“ Der Trainer fügt an: „Es gilt, eine anständige Mannschaft zu bilden und sie zu entwickeln. Step by step. Und dann gut in die Saison zu starten. Daran arbeiten wir.“

Großkopf kennt mittlerweile die Leute um ihn herum im Verein, und sie kennen ihn. Bleibt er Trainer, bedarf es im Sommer keiner neuen Kennenlernphase. Auf beiden Seiten weiß man nun, was man an dem Anderen hat. Es dürfte keine Überraschungen geben. Die Kaderplanung läuft. Großkopf hat seine Vorstellungen entwickelt und formuliert.

Für seine offensive Spielphilosophie ist er im März eingestellt worden. Die jüngsten Ergebnisse, die eher durchwachsen waren, fließen aber laut KFC-Boss Lakis nicht in die Wertung mit ein. Lakis sagt: „Es ist klar, dass er mit der Mannschaft nach vier Wochen keinen Zauberfußball spielt. Darum geht es auch nicht. Unser Fokus liegt auf der neuen Saison.“ Lakis und Ponomarev sind auf Reisen, kommen erst zum Wochenende wieder zurück an den Standort Krefeld.