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KFC Uerdingen: Bengalisches Feuer auf Uerdinger Rheinbrücke

KFC Uerdingen : Bengalisches Feuer auf Uerdinger Rheinbrücke

Am Dienstag beging der KFC Uerdingen seinen 110. Geburtstag. Nächste Woche sollen die Mitglieder die Weichen für die Zukunft stellen.

Krefeld. Rot ist die Farbe der Liebe. Und ein grelles Rot war um Mitternacht zu Dienstag an der Uerdinger Rheinbrücke zu bewundern. Ein wahrer Ausdruck von Leidenschaft. Mitglieder der Ultras-Szene des KFC Uerdingen und deren Umfeld hatten bengalische Feuer gezündet und die Brücke und den Rhein in rotes Licht getaucht. Der Anlass war ein besonderer: am Dienstag wurde ihr Verein 110 Jahre alt.

Rot ist neben Blau auch die Vereinsfarbe des Clubs und der Rheinstadt Uerdingen, zu der Teile der Fans ihren Verein immer noch mehr zugehörig zählen als zu Krefeld. In Uerdingen wurde der Verein am 17. November 1905 im damaligen Hotel Kellner an der Oberstraße ins Leben gerufen.

110 Jahre. Viel Tradition, viel Geschichte. Das Umfeld, die passionierten Fans. Das sind auch Faktoren, warum sich Michael Boris im Sommer für den Trainerposten entschied. Er sagt: „Es ist etwas Besonderes, für diesen Verein zu arbeiten. Die Zuschauer sind immer da, trotz 5. Liga. Das hat schon was.“

Anfang Dezember treffen sich die Club-Helden der großen Erfolge wieder zum Essen. Mit dabei ist dann auch der heutige Sportliche Leiter Horst Riege, der dem Verein die Treue gehalten hat. Riege kickte von 1971 bis 1978 in der Grotenburg, als der Verein 1975 über die Relegation erstmals den Weg in die Bundesliga nahm — als erster Werksverein in Deutschland. Rieges Kollegen hießen damals Friedhelm Funkel, Norbert Brinkmann oder Paul Hahn. Weg aus Krefeld hat es Riege nie gezogen. Auch heute wohnt er noch in Stadionnähe. Riege sagt: „Es war eine tolle Zeit. Ich habe alle großen Spiele verfolgt.“ Seine Nähe zum KFC ist ohnehin verbürgt.

Ob sich der Club im 111. Jahr seines Bestehens in Teilen auf den Weg in eine Kapitalgesellschaft machen soll, wird auf der Mitgliederversammlung am Donnerstag, 26. November, diskutiert. Getroffen wird sich im „Fischelner Burghof“ an der Marienstraße im Krefelder Süden. Mitglieder können den Vorstand dann beauftragen, die erforderlichen Unterlagen einer Ausgliederung zu erarbeiten. Los geht es übrigens um 19.05 Uhr, in Anlehnung an das Gründungsjahr.