KFC Uerdingen: Achenbach: Vorbild, Dirigent, Allrounder

KFC Uerdingen : Achenbach: Vorbild, Dirigent, Allrounder

Der Kapitän des KFC hält das Team zusammen und kann jeden defensiven Part übernehmen.

Krefeld. Natürlich hat Timo Achenbach wieder das ganze Pensum abgespult. Halbe Sachen sind eben nicht sein Ding. 60 Minuten sollten es werden, 90 sind es geworden, wenn auch noch etwas die Wade zwickte. Der Kapitän des KFC Uerdingen hat auch im Derby gegen den VfR Fischeln gezeigt, warum er so wichtig für die Mannschaft des neuen Tabellenzweiten ist. Nur drei Spiele hat der angehende Trainer aus Witten in dieser Saison verpasst.

Nach der Winterpause setzte er gegen Gladbach, Schonnebeck und Wuppertal mit einer Wadenverletzung aus. Ansonsten stand Achenbach in allen 19 Partien vom Anpfiff bis zum Abpfiff auf dem Platz — 1710 Minuten. Kein Uerdinger hat mehr. Schon gegen Kapellen in der Vorwoche war der 33-Jährige ins Team zurückgekehrt — als Innenverteidiger. Zuvor hatte er sich als linker Verteidiger Meriten verdient. Ein taktischer Kniff, den der neue KFC-Trainer Jörn Großkopf auch gegen Fischeln nutzte. Dort ist der ehemalige Zweitligaprofi mit mehr als 300 Einsätzen ein Stück mehr im Zentrum des Geschehens. Großkopf sagt: „Timo hat es hervorragend gemacht. Er hat die Ruhe und kann die Leute stellen.“ Außenverteidiger Sebastian Hirsch fügt an: „Er ist 90 Minuten präsent, hält das Team zusammen. Er hilft den anderen.“

Achenbach kann das Spiel lesen, Fischelner Pässe in die Schnittstellen der Abwehr ahnte er voraus, lief die Bälle ab. Manche Fans behaupten, mit Achenbach hätte man das Rückspiel gegen Spitzenreiter Wuppertal zumindest nicht verloren. Armand Drevina sagt: „Er ist ein Vorbild, er dirigiert. Man hat Respekt vor seinen Kommandos.“ Die Rolle als Innenverteidiger könnte Achenbach länger besetzen. Derzeit fehlt der etatmäßige Verteidiger Ioannis Alexiou noch verletzt. anle