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KFC Uerdingen: Abel gibt beim KFC den Ton an

KFC Uerdingen : Abel gibt beim KFC den Ton an

Der Spielgestalter zeigt im bisherigen Saisonverlauf sein Können, hat aber noch Luft nach oben.

Krefeld. Nicht jeder Besucher fühlte sich im Heimspiel gegen den SC Kapellen genügend unterhalten. Einige wollen trotz des 3:0-Sieges des KFC Uerdingen eine „glanzlose Leistung“ gesehen haben. KFC-Trainer Michael Boris war über derlei Kommentare im Nachklang verwundert. „Auch in der Regionalliga gibt es Mannschaften, die viele Spiele 1:0 gewinnen.“

KFC Uerdingen: Abel gibt beim KFC den Ton an
Foto: Samla

Boris ist kein Mann, der dem Publikum ein unvergessliches Spektakel mit Feuer und Rauch bieten will. Vielmehr steht die Kontrolle über Ball und Gegner über 90 Minuten hoch im Kurs. Das ist das Spiel des 40-Jährigen. Es gilt, den Willen des Gegners zu brechen. Die Kreativität darf dabei nicht zu kurz kommen, um die Verteidigungslinien zu überwinden.

Gerade das ist ein Job für Florian Abel, der im Sommer von Alemannia Aachen gekommen war und im Zentrum die wichtige Rolle des Spielgestalters ausfüllen soll. In den bisherigen Spielen präsentierte der 26-Jährige sein Können, offenbarte aber auch Schwächen. Gegen Kapellen setzte er im ersten Durchgang Mohamadou Idrissou mustergültig ein, holte und verteilte die Bälle im Mittelfeld, spielte gute Pässe, baute nach der Pause aber ab. Darko Anic kam für ihn ins Spiel und traf später zum 3:0. „Abel ist spielerisch sehr gut, muss aber noch aggressiver gegen den Ball arbeiten und seine Leistung über 90 Minuten bringen“, sagt Boris.

In den bisherigen Spielen agierte Abel unbeständig. Ein taktischer Kniff soll helfen. Fabio Fahrian spielt im defensiven Mittelfeld den offensiveren Part neben Patrick Ellguth. Fahrians Aufgabe besteht darin, sich mehr ins Spiel einzuklinken. „Das hat Abel geholfen. Er wird dadurch etwas entlastet“, sagt Boris. Abel soll Flügelspieler wie Silvio Pagano oder Mohamadou Idrissou in der Spitze bedienen und den Bällen hinterherjagen.

Auch Boris erhofft sich noch große Taten von Abel: „Er trägt bei uns nicht umsonst die Nummer zehn.“ Vielleicht gelingt ihm eine große Tat ja schon im Derby am Samstag gegen den VfR Fischeln.