KFC Uerdingen 2:1 gegen Oberhausen: Rankl — der Knoten ist geplatzt

Der Winter-Zugang erzielt am Mittwoch seine ersten beiden Tore für den KFC beim 2:1 gegen Oberhausen.

KFC Uerdingen: 2:1 gegen Oberhausen: Rankl — der Knoten ist geplatzt
Foto: Dirk Jochmann

Krefeld. Natürlich habe er sich viele Gedanken gemacht. Darüber, wann er denn endlich sein erstes Tor für den KFC Uerdingen erzielen würde. Wie viele Spiele er nun schon ohne Treffer geblieben war. Warten musste er lange. Mittwochabend aber konnte Danny Rankl jubeln. Und dann gleich doppelt. Seine beiden Treffer waren es, die den 2:1-Sieg der Krefelder gegen den Tabellenvorletzten RW Oberhausen perfekt machten. Rankl sagte: „Endlich hat es geklappt. Die Leute hier haben mir vor dem Spiel gesagt: ’Mach’ den Kopf zu’. Aber solche Gedanken macht sich jeder Stürmer. Das ist normal. Das heute war ein Befreiungsschlag.“ Es war das erste Tor im achten Spiel, nachdem Rankl im Januar zum KFC gekommen war. Das Spiel in Kalkum/Wittlaer wurde kampflos gewonnen.

Erst schoss der 27-jährige Rankl noch knapp übers Tor, dann aber, nach Ablage Pascal Schmidts, der auf dem linken Flügel anstelle von Florian Abel aufgelaufen war, zielte er mit seinem linken Fuß ins obere linke Eck (13.). Nur sechs Minuten später flankte Silvio Pagano von rechts, Rankl köpfte am ersten Pfosten ein — 2:0. Auch seine Mitspieler freuten sich für ihn mit. Der Oberliga-Torjäger ist endlich angekommen beim KFC Uerdingen.

KFC Uerdingen siegt mit 2:1 gegen Oberhausen
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Zehn Minuten hatten die Uerdinger gebraucht, um ins Spiel zu finden. Dann aber zogen die Hausherren das Tempo an. Patrick Ellguths Kopfball über Oberhausens Tortwart Nurullah Can wurde auf der Linie geklärt. Später setzte Mohamadou Idrissou eine Vorlage Paganos aus kurzer Distanz am Tor vorbei. Chancen auf mehr Tore waren gegeben, doch zeigten sich die Gastgeber zu großzügig. Dass sich das in der Schlussphase der zweiten Hälfte nicht noch rächte, lag an KFC-Torhüter Ahmet Taner und auch am Nervenflattern der Gäste.

Der KFC ließ in der Schlussphase nach, für RWO war plötzlich nach dem Anschlusstreffer mehr drin. Eigentlich bot die Begegnung eine gute Unterhaltung, doch nur 904 Zuschauer wollten sich das Heimspiel ansehen. KFC-Trainer Jörn Großkopf sagte: „Wir hätten gerne vor mehr Zuschauern gespielt.“ Der Coach zeigte aber auch Verständnis für die Konkurrenz — Bayern Münchens Champions League-Spiel im ZDF. Zur Leistung seiner Mannschaft sagte der 49-Jährige: „Nach zehn Minuten haben wir es sehr anständig gemacht. Aber die Endphase war schlecht. Da müssen wir alle mehr nach hinten arbeiten.“