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1:2 in Straelen: Viel Beifall, keine Punkte

1:2 in Straelen: Viel Beifall, keine Punkte

Fußball: Der KFC Uerdingen verkaufte sich trotz der 1:2-Niederlage in Straelen ordentlich.

Straelen. Es passiert nicht häufig, dass der Gästetrainer auf einer Pressekonferenz nach dem Spiel zustimmenden Applaus der Anwesenden für seine Einschätzung der Partie erntet. So geschehen nach der 1:2-Niederlage des Fußball-Niederrheinligisten KFC Uerdingen beim Tabellendritten SV Straelen. Mit den Worten, heute habe die glücklichere Mannschaft gewonnen und die bessere verloren, traf KFC-Trainer Uwe Weidemann den Nagel auf den Kopf - und fügte hinzu: "Uerdingen geht als moralischer Sieger gestärkt aus dieser Begegnung."

Auch für diese aufmunternden Worte kann sich der KFC nichts kaufen. Trotz der wohl "besten Saisonleistung", die auch Straelens Trainer Horst Kucharz den Krefeldern attestierte, ging der KFC leer aus. Die Mini-Serie von drei Siegen in Folge (inklusive Pokalspiel) ist beendet, doch Bange muss den KFC-Anhängern vor der Zukunft nicht werden. Ihre Schützlinge zeigten sich von Beginn an couragiert und engagiert. Vom Favoriten aus Straelen war in der Anfangsphase kaum etwas zu sehen.

Es entwickelte sich ein Kampfspiel auf tiefem Boden, bei dem die Gäste zunächst optisch überlegen waren. Klare Torchancen blieben indessen Mangelware. Gefahr für beide Torhüter gab es nur bei Standardsituationen. So auch in der 30. Minute, als der immer agile und lauffreudige Uwe Sokolowski per Freistoß dem Albaner Regjep Banushi aufgelegt hatte. Dieser köpfte mustergültig zur Führung ein. Danach wurde der Gastgeber etwas stärker und übte Druck auf den KFC-Abwehrverbund aus. Und bereits vier Minuten später konnte der Favorit ausgleichen. Ebenfalls war ein Freistoß durch Ronny Ernst vorausgegangen: Sebastian Clarke vollendete.

Dass Uerdingens Banushi vor der Pause in einer aussichtsreichen Situation nicht den besser postierten Angriffspartner Gustav Policella gesehen und lieber selbst geschossen hatte, ärgerte nicht nur die mitgefahrenen 200KFC-Anhänger. Kaum war die Partie nach der Pause angepfiffen, hatte Straelen wieder zugeschlagen. Mit der Effektivität einer Spitzenmannschaft schoss Niklas van Houdt seine Farben in Führung (50.).

Der KFC drängte nun auf den Ausgleich. Vor allem nach dem Platzverweis für Straelens David Pooth (70.) sahen die Zuschauer nahezu ein Spiel auf das Tor von SVS-Keeper Marian Gbur, der mit einigen Glanzparaden den Sieg sicherte. Chancen zum Ausgleich gab es reichlich, doch die Versuche von Bilal Lekesiz (Pfosten), Dustin Hähner, Sokolowski und Dennis Geiger scheiterten.