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Die Bewerber für die Fußball-WM 2022

Die Bewerber für die Fußball-WM 2022

Berlin (dpa) - Für die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 gibt es fünf Kandidaten. Die Nachrichtenagentur dpa stellt die Bewerber in Kurzportraits vor.

Australien: Der „Fünfte Kontinent“ war noch nie Schauplatz einer WM. Geplant sind zwölf Stadien in zehn Spielorten, die mit Ausnahme von Perth und Townsville alle im Südosten des Landes liegen. Die veranschlagten Kosten betragen 2,29 Milliarden Dollar. Größtes Manko ist der Zeitunterschied zu Europa, dem wichtigsten TV-Markt. Dort würden die Spiele in der Nacht oder am frühen Morgen stattfinden. Dennoch gelten die „Socceroos“ als aussichtsreicher Kandidat.

Japan: Dank der WM 2002 ist ein Großteil der 13 geplanten Stadien in elf Spielorten auf modernstem Stand. Lediglich eine Arena müsste neu gebaut werden, weshalb bei den Kosten mit maximal 1,3 Milliarden Dollar geplant wird. Trotz einer starken Bewerbung sind die Aussichten auf den Zuschlag gering, zumal staatliche Garantien fehlen.

Südkorea: Auch der Co-Gastgeber von 2002 verfügt über eine intakte Stadion-Infrastruktur. 14 Arenen in 12 Städten sind vorgesehen, die veranschlagten Kosten sind mit 0,87 Milliarden Dollar am geringsten. Als Plus gelten die kurzen Wege, ungenügend ist dagegen die Hotelkapazität. Nur Außenseiterchancen.

USA: Über die Kosten schweigt sich der WM-Veranstalter von 1994 aus. 18 Stadien in 18 Städten sind geplant. Moderne Spielstätten sind zur Genüge vorhanden, dafür liegen die Orte weit auseinander und in vier verschiedenen Zeitzonen. Die Bewerbung ist ein neuerlicher Versuch, den Fußball in den USA zu etablieren. Die Bewerbung gilt als sehr aussichtsreich.

Katar: Geld spielt für die Scheichs in dem kleinen Land am Persischen Golf keine Rolle. Von den sieben Spielorten liegen fünf im Umkreis von 25 Kilometern - fürwahr eine WM der kurzen Wege. Geplant sind zwölf Spielstätten, die Kosten werden mit 2,87 Milliarden Dollar veranschlagt. Das Hitzeproblem wollen die WM-Macher lösen, indem sie die befürchteten Temperaturen von bis zu 50 Grad herunterkühlen. Dennoch nur Außenseiterchancen.