Wussten von nichts - Fortuna Düsseldorf ist überrascht von Verhandlungen mit KFC Uerdingen

Stadionnutzung: Wussten von nichts - Fortuna Düsseldorf ist überrascht von Verhandlungen mit KFC Uerdingen

Fußball-Drittligist KFC Uerdingen soll nach Informationen dieser Zeitung in der kommenden Saison seine Heimspiele in Düsseldorf austragen. Jetzt hat sich Fortuna Düsseldorf zu den Plänen geäußert. Der Verein ist alles andere als erfreut.

Fortuna Düsseldorf ist überascht von den Verhandlungen der Stadt Düsseldorf mit dem Drittligisten KFC Uerdingen über eine Stadionnutzung der Arena. Der Bundesligist wurde als langjähriger Hauptmieter nach eigene Angaben weder vor der Vertragsunterzeichnung über die Gespräche informiert, noch über eventuelle Entscheidungen in Kenntnis gesetzt.

Fortuna zeigte sich am Freitagnachmittag gegenüber Oberbürgermeister Thomas Geisel enttäuscht über die Vorgehensweise der Stadt. „Das Bestreben der Fortuna, die Arena zu einer identitätsstiftenenden Heimstätte zu machen, habe mit dieser Entscheidung einen Rückschlag erlitten“, heißt es seitens des Vereins.

Fortunas Aufsichtsratsvorsitzender Reinhold Ernst sagte dazu am Freitag in einer Pressemitteilung: „Grundlage der Gespräche mit der Stadt war bislang immer ein eine alleinige Nutzung der Arena als Heimspielstätte gewesen.“ Fortuna halte es sportlich und wirtschaftlich nicht für sinnvoll, wenn zwei konkurrierende Vereine in einem Stadion spielen.

Nach WZ-Kenntnisse haben der KFC Uerdingen und die Stadt Düsseldorf noch keine offizielle Bestätigung abgegeben. Der Klub hatte die Stadt nach WZ-Informationen relativ kurzfristig kontaktiert, die letzten Details zwischen beiden Seiten sind wohl noch nicht geklärt, sollen aber in den kommenden Tagen festgezogen werden.

Ein Verbleib in Duisburg war bis zuletzt im Gespräch, im Aufstiegsfall würde Investor und Präsident Mikhail Ponomarev aber in jedem Fall nach Düsseldorf, wo er kein Unbekannter ist, umziehen wollen. Laut RP-Online sagte der 3. Vorsitzende des KFC, Frank Strüver: „Der KFC Uerdingen wird in der nächsten Saison seine Spiele in der Merkur-Spiel-Arena in Düsseldorf absolvieren“.

Der Vorstandsvorsitzende Robert Schäfer hatte sich bereits vor rund zwei Wochen gegen ein solches Vorhaben ausgesprochen. Auch aus Fankreisen war wenig Begeisterung zu vernehmen.

(red)
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