Wer vom Trainerwechsel bei Fortuna Düsseldorf profitiert

Wer vom Trainerwechsel bei Fortuna Düsseldorf profitiert

Bei Fortuna werden die Karten nach dem Rauswurf von Mike Büskens neu gemischt.

Düsseldorf. Bei Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf dreht sich das Personalkarussell. In Dirk Kall ist ein neuer Vorstandsvorsitzender gefunden, ein neuer Cheftrainer soll zur Winterpause auchda sein. Dann werden die Karten im 30 Mann starken Spielerkader neu gemischt. Wir beschreiben vier Kandidaten, für die sich durch die Entlassung von Mike Büskens neue Zukunftsperspektiven ergeben haben.

Der vor einigen Wochen aus disziplinarischen Gründen suspendierte Stürmer ist schon zwei Tage nach dem Büskens-Rauswurf von Interimscoach Oliver Reck und Sportvorstand Wolf Werner in den Kader zurückgeholt worden. Auf einen erfahrenen Offensivmann und Kämpfer wie „Reise“ kann man im Abstiegskampf eigentlich nicht verzichten. Reisinger der zuletzt mit Ligakonkurrent Arminia Bielefeld und dem Drittligisten 1\. FC Saarbrücken in Verbindung gebracht worden war, hat das Kapitel Fortuna längst noch nicht zugeschlagen.

Nach seiner unnötigen Frustaktion wegen der Degradierung zur Nummer zwei hatte der Ersatztorwart sich reuevoll gefügt, seine Rolle klaglos hingenommen und auf seine Chance gewartet. Dumm nur, dass er gegen Aue und Karlsruhe kaum Gelegenheit hatte, sich auszuzeichnen. Bei einem neuen Trainer dürfte das Torwartduell mit Fabian Giefer aber wieder bei Null beginnen — spätestens in der Winterpause.

Seine Rückholaktion aus der zweiten Mannschaft vor einigen Wochen war nicht unlogisch. Der 30-Jährige hätte nach wie vor das Zeug, einer Mannschaft im Abstiegskampf zu helfen. Dafür muss er nicht einmal von Beginn an spielen. Weber hatte in den jüngsten drei Zweitligajahren eine gute Rolle bei der Fortuna gespielt. Gut möglich, dass Weber nach seinen jüngsten Vorstellungen jetzt dauerhaft in der ersten Mannschaft mitmischen darf.

Der defensive Mittelfeldspieler gehörte bis zum elften Spieltag in acht Begegnungen zur Startelf, wurde zwei Mal eingewechselt. Ein Außenbandriss Ende Oktober beendete seinen Kampf um eine Rückkehr ins Team abrupt. Seitdem war Büskens auf der „Sechs“ stets auf der Suche nach passender Besetzung. Keine seiner Lösungen konnte überzeugen. Wenn „Bodze“ gesund ist, dürfte er bei einem neuen Trainer sicher gefragt sein als Anführer in der Spielzentrale.

Mehr von Westdeutsche Zeitung