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Wer beim Liga-Restart in Fortuna Düsseldorfs erster Elf steht​

Fußball : Wer beim Liga-Restart in Fortunas erster Elf steht

Noch steht nicht fest, wann wieder Fußball in der Bundesliga gespielt werden kann. Trotzdem machen wir uns mit dem Trainer Gedanken, wer die besten Chancen hat.

Die Spieler von Fortuna Düsseldorf versuchen derzeit, sich komplett auf die Vorbereitung zu konzentrieren und zumindest während der Übungen die Gedanken an Corona und die Folgen zu verdrängen. Auch wir wollen einmal weg von diesem Thema und uns auf die mögliche Stammformation zur Rückkehr ins Liga-Geschehen konzentrieren. Wer hat gute Chancen, von Anfang an in der Startformation zu stehen, und wer wird sich wohl eher auf Bank oder Tribüne wiederfinden?

Torhüterposition

Zack Steffen war zwar wieder im Mannschaftstraining, hat sich aber erneut verletzt. Er wird mit seiner nun erlittenen Innenbandverletzung am Knie nicht wieder rechtzeitig fit. Zudem würde Trainer Uwe Rösler den National-Torhüter der USA auch so und ohne Testspiele nicht wieder zur Nummer 1 machen. Florian Kastnmeier hat das Vertrauen Röslers und wird auch spielen. Ohne größere Patzer wird er dies auch bis zum Ende der Saison tun. Dass nicht mit Michael Rensing verlängert wurde, zeigt, dass der Routinier derzeit wohl ebenso wenig Chancen hat, ins Tor der Fortuna zurückzukehren wie Raphael Wolf, der nach seiner langen Krankheit höchstens in der neuen Saison noch einmal angreifen kann.

Außenverteidiger

Matthias Zimmermann ist gesetzt auf der rechten Seite und hat auch keine ernsthafte Konkurrenz, sondern in Jean Zimmer nur einen Stellvertreter. Auf links sieht das schon anders aus, auch weil weder Niko Gießelmann noch Markus Suttner komplett überzeugen konnten. Es wird eine Bauchentscheidung des Trainers geben, wer von den beiden spielen wird. Diego Contento muss wohl weiter in der zweiten Reihe bleiben.

 Kenan Karaman ist ein Hoffnungsträger der Fortuna.
Kenan Karaman ist ein Hoffnungsträger der Fortuna. Foto: Wolff/Christof Wolff

Innenverteidiger

Wenn der Trainer sein bevorzugtes System weiter spielen lässt, sind in der Dreierkette von fünf zur Verfügung stehenden Spielern drei dabei. An Kaan Ayhan gibt es keinen Zweifel, Andre Hoffmann hat auch mehr als solide gespielt und war einer der Stützen in der bisherigen Spielzeit, wenn er in der Mannschaft stand. Auf der linken Seite wird wohl – falls Markus Suttner nicht für den Spielaufbau auf dieser Position eingesetzt wird – Mathias Jörgensen (Zanka) spielen. Die zunächst fehlende Bindung zum Team und nicht huntertprozentige Fitness sollte er wettgemacht haben. Robin Bormuth ist aus seiner Sicht leider nur der Backup und Kasim Adams darf sich wegen seiner oftmals leichtfertigen Art kaum Einsatzchancen ausrechnen. Zudem stand er zuletzt auch nicht mehr im Kader.

Defensives Mittelfeld

Adam Bodzek bekam von Rösler bisher das größte Vertrauen ausgesprochen, hat sich aber am Montag einen Muskelfaserriss zugezogen. Alfredo Morales fehlt die Konstanz und Marcel Sobottka die Form aus der vergangenen Spielzeit. Beide müssen sich steigern. Wogegen Kevin Stöger gesetzt sein dürfte, trotz gewisser Schwankungen in den letzten Spielen.

Offensives Mittelfeld

Valon Berisha wartet auf den Durchbruch. Torvorlagen und ein Torerfolg würden ihm sicher helfen. Er kann es, hat es in Ansätzen gezeigt und könnte noch sehr wichtig werden. Der Trainer wird ihm das zutrauen. Oliver Fink bekam diese Vertrauen noch nicht in dem Maße, wie er es vielleicht verdient. Zweikampftechnisch ist er zwar nicht mehr die Nummer 1 im Team, aber mit seiner Übersicht und seiner Erfahrung könnte er helfen, gerade um mehr Torgefahr zu erzeugen. Doch Rösler scheint da anderer Meinung zu sein. Kelvin Ofori könnte die Zukunft gehören und dem Fortuna-Spiel ein Schuss Unbekümmertheit verleihen. Ob er dies in der Saison-Schlussphase als Stammspieler tun wird, dürfte aber eher zweifelhaft sein.

Flügelspieler

Erik Thommy zählt zu den Gewinnern der bisherigen Spielzeit und wird weiterhin in den Überlegungen des Trainers eine große Rolle spielen. Jean Zimmer fehlte zuletzt die Spielpraxis, kann aber immer als Joker ins Spiel gebracht werden. Aymen Barkok enttäuschte bei seinen Auftritten als Profi und konnte allenfalls nur ansatzweise zeigen, was für ein Talent er tatsächlich hat. Thomas Pledl wird es wohl ebensowenig schaffen, in der Kürze der Zeit noch zu einem Stammspieler zu werden. Auch Nana Ampomah fehlt für die Bundesliga das entscheidende Etwas. Er kann sicherlich viel, umzusetzen weiß er es in den Spielen aber nicht, auch weil ihm offensichtlich ein Schuss Cleverness fehlt. So richtig angekommen schien Steven Skrzybski vor der Corona-Pause immer noch nicht. Er muss sich sehr steigern und Bindung zu seinen Mitspielern finden. Ob Bernard Tekpetey auch in der Bundesliga so erfolgreich spielen kann, wie in der 2: Liga konnte er bislang nicht nachweisen. Es ist kaum davon auszugehen, dass der Trainer plötzlich wieder auf ihn setzen wird.

Zentrumsstürmer

In der Hinrunde war Rouwen Hennings allein auf weiter Flur – und er traf. In der Rückrunde bekam er Konkurrenz, und nun wartet er auf den nächsten Treffer. Er wird spielen, auch weil die Konkurrenz Respekt vor ihm hat. Ein sehr gutes Comeback hat Kenan Karaman gefeiert und schon drei wichtige Tore erzielt. Mit seiner Art den Ball festzumachen und seiner Cleverness hat er beste Chancen Stmmspieler zu bleiben. Langsam wieder rankämpfen muss sich Dawid Kownacki. Er braucht eigentlich nach seiner schweren Verletzung Spielpraxis, bevor er wieder in den Ligabetrieb eingreift. Und die wird es für ihn in der aktuellen Situation nicht geben. Daher steht er allenfalls noch mal für die Jokerrolle zur Disposition.