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Vorstand „denkt groß“: Fortuna Düsseldorf will zu den top Zehn gehören

Vorstand „denkt groß“ : Fortuna Düsseldorf will zu den besten Zehn gehören

Vorstandschef Thomas Röttgermann und Fußball-Vorstand Klaus Allofs wollen den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf langfristig und die Top-Ten-Clubs in Deutschland führen.

„Schauen wir uns die Rahmenbedingungen als Fortuna in Düsseldorf mal ganz nüchtern an: Dann landet Fortuna im deutschlandweiten Vergleich auf Platz 10 oder drüber“, sagte Röttgermann im Doppel-Interview des „Express“ (Freitag). „Davon sind wir in der Realität natürlich noch meilenweit entfernt. Dieses Potenzial auszuschöpfen, das ist meine, das ist unsere Vision. Wir müssen die Rahmenbedingungen so nutzen und verändern, dass wir sportlich erfolgreicher werden.“

Die Fortuna war im vergangenen Sommer aus der Bundesliga abgestiegen und hat sich nach schwierigem Saisonstart in der 2. Liga inzwischen an die Aufstiegsplätze herangearbeitet. Der Zeitrahmen für das ehrgeizige Vorhaben sei „schwer vorhersehbar“, räumte der 60-Jährige ein: „Es kann vergleichsweise schnell gehen, es kann aber auch ein Jahrzehnt dauern.“ Fortuna müsse „auf die Überholspur und dort auch lange fahren.“ Allofs ergänzte: „Wir können uns nicht in kleinen Etappen weiterentwickeln. Wir müssen große Sprünge machen.“ Der frühere Fortuna-Profi und -Trainer betonte, „keine Angst“ zu haben „groß zu denken“: „Die Stadt und das Umfeld geben einiges her.“

Bereits beim VfL Wolfsburg arbeiteten Allofs und Röttgermann zusammen, damals war Allofs als Vorsitzender der Geschäftsführung der Vorgesetzte des aktuellen Fortuna-Clubchefs. Obwohl in Uwe Klein bereits ein Sport-Vorstand existierte, war Allofs im vergangenen Jahr wieder bei seinem Heimatclub eingestiegen.

Seit Monaten halten sich Gerüchte, Allofs strebe das Amt des Vorstandschefs an. „Ich will Fortuna meinen Stempel aufdrücken, dafür muss ich nicht Vorstandsvorsitzender sein“, sagte Allofs und kündigte an, dass sich erst entscheiden müsse, ob er überhaupt länger bei Fortuna arbeiten wolle: „Die nächsten Monate werden zeigen, ob wir den Weg, den wir als Verein gehen wollen, überhaupt gehen können. Und dann werde ich ganz persönlich bewerten müssen: Ist das hier möglich, was wir vorhaben? Denn ich sage ganz klar: Ich will Erfolg haben!“

(dpa)