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Fortuna Düsseldorf: Von den defensiven Außen kommt zu wenig

Fortuna Düsseldorf : Von den defensiven Außen kommt zu wenig

Im zweiten Teil unserer Spielerbewertung geht’s um die Position des Außenverteidigers. Selten lief es bei Fortuna über die Flügel ideal.

Düsseldorf. Die Taktik von Fortuna Düsseldorf war in der vergangenen Spielzeit klar auf Angriffe über schnelle Außen und ein ideales Teamwork der beiden Spieler auf dem Flügel ausgerichtet. Um es vorsichtig auszudrücken: So richtig gut funktionierte das nicht. In unserer Serie schauen wir uns heute die Leitungen der Außenverteidiger genauer an.

Stärken: Seine Vielseitigkeit überzeugt. Er kann nicht nur rechts, sondern auch links verteidigen. Wenn er Platz hat, kann der 28-Jährige mit seinem Laufvermögen und seinen guten Flanken offensiv wertvoll sein. Er konnte sich auf jeden seiner Vorderleute — und das waren diverse — immer gut einstellen. Das Wollen sah man dem Ex-Sandhäuser immer an.

Schwächen: Der zweikampfstärkste Verteidiger der 2. Liga wird Schauerte wohl niemals sein. Zu oft muss er auf seiner rechten Seite gefährliche Flanken des Gegners zulassen, auch weil ihm die Robustheit fehlt. In einer Unterzahlsituation verliert er schon einmal die Übersicht. In Sachen Torgefahr haben die Fans wenig von Schauerte gesehen.

Neue Saison: Dadurch, dass Schauerte nahezu konkurrenzlos auf seiner Position war, durfte er sich sicher fühlen. Doch der stärkere Konkurrenzkampf soll auch Schauerte Beine machen und zu besseren Leistungen antreiben. Er braucht das offensichtlich.

Foto: Christof Wolff

Stärken: Mit seiner Bundesliga-Erfahrung hat der 27-Jährige einen gewissen Vorsprung auf die Konkurrenz im Kader, den er durch gutes Stellungsspiel und durch das Erkennen von Kontersituationen noch vergrößert hat. Wenn er sein Potenzial voll ausschöpft, ist er ein wertvoller Teil der Mannschaft.

Schwächen Noch oft genug ist Lukas Schmitz zu phlegmatisch und zu inkonstant. In einer solchen Phase kommt kaum ein Pass von ihm an. Zum Ende der Saison wurden diese Phasen seltener, zudem setzt er seine Schusskraft und seine gute Technik vor dem gegnerischen Tor viel zu selten ein.

Neue Saison: Schmitz dürfte nach dessen Vertragsverlängerung auf der linken Verteidiger-Position gesetzt sein. Aber er sollte sich nicht zurücklehnen. Denn die Nachwuchskräfte im Kader lauern auf ihre Chance.

Stärken: Die waren beim 25-Jährigen nur zu erahnen. Nur selten zeigte der Ex-Duisburger seine Vielseitigkeit. Von der zuvor hoch gelobten Dynamik und Kampfkraft war ebenfalls wenig zu sehen. Hervorzuheben ist höchstens sein Einsatz als Vizekapitän für die Mannschaft.

Schwächen: Unnötig verlorene Zweikämpfe, schlechtes Stellungsspiel und zahlreiche Abspielfehler kennzeichnen die Saison von Julian Koch, der zuletzt nur noch dann spielte, wenn Not am Mann war.

Neue Saison: Falls Koch sich nicht erheblich steigert und seine Fehlerhäufigkeit nicht deutlich reduziert, wird er kaum über den Status eines Ergänzungsspielers hinauskommen. Psychologisch wäre es sinnvoll, ihm die Bürde als Vizekapitän tätig zu sein, von den Schultern nimmt.

Stärken: Hätte der U 20-Nationalspieler von Beginn an in der Innenverteidigung gespielt, wäre er wohl die Entdeckung der Saison gewesen. Dort kann er seine Stärken, Schnelligkeit und Zweikampfhärte, ausspielen.

Schwächen: Als Außenverteidiger fehlt dem 21-Jährigen das Gefühl für den Raum, und dort konnte er auch seine Schnelligkeit nicht so ausspielen, da er zu selten die Offensive suchte. Auch in den Zweikämpfen außen trat er nicht so überzeugend auf, wie er das später in der Innenverteidigung machte. Er agierte als Außenverteidiger zu hibbelig und war ein Sicherheitsrisiko.

Neue Saison: Sein Aufgabenfeld wird sich nach seinen guten Auftritten im Deckungszentrum sicherlich dort befinden. Mit seiner Art Fußball zu spielen, ergänzt er sich sehr gut mit Alexander Madlung.

Stärken: Mit seiner Dynamik, seinem Vorwärtsdrang und seinem Willen ist er als Außenverteidiger eigentlich verschenkt. Die Stärke des 33-Jährigen ist auf jeder Position seine vorbildliche Einstellung. Er hat viel Erfahrung und kann zielgenaue Flanken schlagen. Nur dazu war der Weg meist zu lang, wenn er als Außenverteidiger spielte.

Schwächen: Seine Schwäche ist gleichzeitig auch eine Stärke — in jedem Zweikampf alles zu geben. Denn oft genug war der Publikumsliebling zu übereifrig und hektisch. Gegen ganz schnelle gegnerische Außenstürmer sieht er nicht immer gut aus.

Neue Saison: Bellinghausen ist für Friedhelm Funkel eine Konstante. Vielleicht macht ihn der Trainer auch zu seinem neuen (dauerhaften) Kapitän.