Underdog Fortuna Düsseldorf will in Dortmund wieder zubeißen​

Fußball Bundesliga : Der Underdog will wieder zubeißen

Der Titelanwärter und große Favorit aus Dortmund wird die Fortuna sicher nicht ein zweites Mal unterschätzen. Bringt Funkel seinen Tempo-Sturm?

Am Samstag kommt mal wieder so etwas wie die ursprüngliche Bundesliga-Stimmung auf — wenn (fast) alle Spiele am Samstag um 15.30 Uhr angepfiffen werden. „Ich habe mir als Teenager samstags mit Autowaschen Geld verdient und dabei habe ich WDR2 und die Bundesliga-Konferenz im Radio gehört“, berichtet Friedhelm Funkel aus seinen Erinnerungen. Ob während des Spiels in Dortmund die Ergebnisse der anderen Spiele eingeblendet werden, wenn die Fortuna in Dortmunds guter Stube antritt, weiß Fortunas Cheftrainer nicht. „Auch wenn sie das Ergebnis des großen Titelkonkurrenten Bayern München nicht anzeigen werden, inzwischen kommt alles über Handys und alle wissen Bescheid.“

Ob sich die Dortmunder vom Ergebnis aus Leipzig beeinflussen lassen, weiß Funkel auch nicht, interessiert ihn und seine Mannschaft aber auch nicht. „Wir wollen das bestmögliche Ergebnis erreichen.“ Und die Dortmunder ein weiteres Mal ärgern. „Wir stehen vor dem letzten Auswärtsspiel der Saison, und wir waren in dieser Saison in der Fremde recht erfolgreich“, sagt Funkel. „Daher wollen wir das Spiel bei der Borussia genauso angehen, wie die vielen anderen tollen Auswärtsspiele.“ Der älteste Trainer der Bundesliga möchte den Dortmundern ein würdiger Gegner sein und diesem alles abverlangen. „Das kann unser Anspruch in diesem Spiel nur sein.“

Marcel Sobottka ist wieder fit, oder spielen Fortunas Routiniers?

Besonders spannend ist diesmal die Frage nach der (richtigen) Aufstellung der Fortuna. „Es wird Änderungen in der Startelf gegenüber der in Freiburg geben“, erklärte der Cheftrainer, der diesmal wieder die Routiniers Adam Bodzek und Oliver Fink gemeinsam bringen könnte. Aber auch „Nobody“ Marcel Sobottka, der im Hinspiel Marco Reus aus dem Spiel nahm, ist wieder fit. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Rouwen Hennings und Kenan Karaman diesmal wieder auf der Bank Platz nehmen müssen und Friedhelm Funkel auf die „Tempovariante“ mit Dodi Lukebakio, Dawid Kownacki und Benito Raman setzt. Das hat im Hinspiel gegen eine Mannschaft Früchte getragen, die ganz offensichtlich ihren Gegner aus Düsseldorf völlig unterschätzt hat.

Auf die leichte Schulter wird die Fortuna diesmal also sicherlich nicht genommen. Fakt ist aber — das haben nicht zuletzt das Hinspiel und der Test in Marbella gezeigt — die Dortmunder liegen der Fortuna irgendwie.

Mehr von Westdeutsche Zeitung